
Großübung der Polizei in Mayen: 85 Einsatzkräfte proben an der BBS den Ernstfall. Infos zu Verkehrseinschränkungen und Hintergründen zur Übung in Mayen.
Stell dir vor, du fährst heute durch Mayen und siehst auf einmal jede Menge Blaulicht, Einsatzfahrzeuge und Menschen in Uniform rund um die berufsbildende Schule. Kein Grund zur Sorge: Am Mittwoch, 21. Oktober 2026, übt die Polizei dort von 7.30 Uhr bis etwa 16 Uhr den Ernstfall. Die Schule bleibt an diesem Tag deshalb leer, kein Unterricht, stattdessen wird das Gebäude zur Kulisse für eine Großübung unter möglichst realistischen Bedingungen.
Das kennt ihr vielleicht aus Erzählungen: Übungen dieser Art wirken auf den ersten Blick dramatisch, sind aber genau der Grund, warum im echten Einsatzfall später alles ineinandergreift. Genau darum geht es auch in Mayen.
Im Zentrum steht eine sogenannte lebensbedrohliche Einsatzlage. Das heißt: Die Beteiligten spielen ein Szenario durch, bei dem es um Minuten und eine saubere Abstimmung zwischen verschiedenen Organisationen geht. Es geht der Polizei dabei nicht nur darum, einzelne Handgriffe zu trainieren, sondern vor allem darum, wie gut Führungs- und Kommunikationsstrukturen zwischen den verschiedenen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben funktionieren — und wo noch nachjustiert werden kann.
Beteiligt sind insgesamt 85 Personen. Neben der Polizei sind das Einheiten des Katastrophenschutzes des Landkreises Mayen sowie die Freiwillige Feuerwehr Mayen. Drei Organisationen, ein Szenario, ein Ziel: im Ernstfall Hand in Hand arbeiten, ohne dass wertvolle Zeit verloren geht.
Wer heute in Mayen unterwegs ist, sollte ein bisschen Zeit einplanen. Durch die Vielzahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen ist mit einer spürbaren Öffentlichkeitswirkung und Beeinträchtigungen im Straßenverkehr zu rechnen. Konkret betrifft das die Gerberstraße: Sie wird zwischen 10 und etwa 16 Uhr teilweise gesperrt. Die für die Übung eingerichteten Änderungen der Verkehrsführung werden vor Ort ausgeschildert, sodass sich niemand verfährt oder unnötig im Stau steht.
Wer also heute zur Arbeit, zum Einkaufen oder einfach durch Mayen muss: Ein Blick auf die Beschilderung lohnt sich, bevor man sich wundert, warum die gewohnte Strecke plötzlich anders aussieht.
Man kann es sich leicht machen und sagen: Ist doch nur eine Übung. Aber genau das ist der Punkt. Im Ernstfall zählt jede Sekunde, und die Routine, die bei einer Großübung wie dieser entsteht, kann später über Leben entscheiden. Wenn Polizei, Katastrophenschutz und Feuerwehr gemeinsam durchspielen, wie sie miteinander kommunizieren und wer wann welche Entscheidung trifft, dann ist das keine Show, sondern Vorsorge. Und die passiert eben nicht irgendwo, sondern direkt vor unserer Haustür, mitten in Mayen.
Für Medienvertreter, die Fragen zur Übung haben, steht die Pressestelle des Polizeipräsidiums Koblenz unter der Telefonnummer 0261/103 50021 zur Verfügung.
Am Abend wird die Gerberstraße wieder frei sein, die Fahrzeuge werden abgezogen und die BBS in Mayen wird morgen wieder ganz normal ihren Schulalltag aufnehmen. Was bleibt, ist das gute Gefühl, dass die Menschen, die im Ernstfall für unsere Sicherheit sorgen, genau dafür heute geübt haben. Wer heute also kurz stutzt, weil wieder mal mehr los ist als sonst auf den Straßen rund um Mayen: Das ist kein Zufall, sondern gelebte Vorbereitung für den Tag, an dem es wirklich zählt.
Vielleicht ist das ja auch ein kleiner Denkanstoß für den Nachmittag: Wie oft denken wir eigentlich darüber nach, wie viel im Hintergrund passiert, damit wir uns in unserer Region sicher fühlen können? Heute in Mayen kann man es live miterleben.






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