
Vier Kinder kentern bei Brey mit dem Ruderboot auf dem Rhein und werden von Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und Rettungsdienst unverletzt aus dem Wasser…
Der Rhein kann in Sekunden von der Kulisse zur Gefahr werden. Das haben vier Kinder am Donnerstag bei Brey erlebt, Höhe Rheinkilometer 579,6. Gegen 13 Uhr kenterte ihr Ruderboot aus bislang ungeklärter Ursache. An Bord waren vier Kinder und Jugendliche im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren.
Was dann folgte, war ein Großaufgebot an Einsatzkräften, wie es nicht alle Tage zu sehen ist. Neben der Wasserschutzpolizei rückten die örtliche Polizeiinspektion, die Feuerwehr und der Rettungsdienst an. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz, um die Lage auf dem Fluss im Blick zu behalten und die Rettung zu unterstützen.
Die Rettungskräfte konnten alle vier Personen aus dem Wasser holen. Verletzt wurde niemand, allerdings zeigten einige der Kinder leichte Anzeichen von Unterkühlung. Angesichts der Wassertemperaturen im Rhein zu dieser Jahreszeit ist das wenig überraschend – und zugleich ein Beleg dafür, wie schnell ein Sturz ins Wasser ernst werden kann, auch wenn am Ende alles glimpflich ausgeht.
Wie die Rhein-Zeitung berichtet, waren neben der Wasserschutzpolizei weitere Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Die genaue Ursache für das Kentern des Bootes ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an.
Der Rhein gehört zu Koblenz und der ganzen Region wie das Deutsche Eck oder die Mosel-Mündung. Er ist Postkartenmotiv, Jogging-Strecke am Ufer, Hintergrundrauschen beim Feierabendbier auf der Terrasse. Und er ist eben auch ein Fluss mit Strömung, Kälte und Tiefe, der keine Rücksicht nimmt, wenn mal etwas schiefgeht.
Der Einsatz bei Brey zeigt, wie schnell Rettungskräfte reagieren können, wenn es darauf ankommt – und wie wichtig es ist, dass Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und Rettungsdienst in solchen Momenten Hand in Hand arbeiten. Für die vier Kinder ging der Nachmittag auf dem Rhein glimpflich aus. Ein Schreck, eine kalte Dusche, aber kein ernsthafter Schaden.
Wer selbst aufs Wasser geht, ob mit dem Ruderboot, dem Kajak oder dem SUP, tut gut daran, sich vorher kurz zu fragen: Ist die Ausrüstung in Ordnung, passt das Wetter, und weiß jemand Bescheid, wo ich unterwegs bin? Der Rhein ist schön anzusehen – und verdient trotzdem Respekt.






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