
TuS Koblenz gewinnt den zweiten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar klar mit 4:0 gegen den SV Auersmacher – Blagojevic und Vyrych treffen je zweimal.
Wer am zweiten Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf dem Obrwerth vorbeischaute, hat ein Team gesehen, das keine halben Sachen machen wollte. TuS Koblenz hat den SV Auersmacher mit 4:0 nach Hause geschickt – ein Ergebnis, das am Ende keinen Zweifel offenließ, wer an diesem Tag das bessere Team war. Zur Pause stand es bereits 1:0, am Ende waren es vier Tore, null Gegentore und drei Punkte, die so verdient wirkten wie selten.
Das kennt ihr vielleicht, oder? Dieses Gefühl, wenn eine Mannschaft von der ersten Minute an Kontrolle ausstrahlt und man als Zuschauer schon früh ahnt, wie der Nachmittag ausgeht. Genau so ein Spiel war das für TuS Koblenz.
Den Grundstein legte Blagojevic, der in der 27. Minute zur 1:0-Führung traf und in der 66. Minute mit seinem zweiten Treffer nachlegte. Danach übernahm Vyrych die Regie: Per Elfmeter erhöhte er in der 78. Minute auf 3:0, ehe er in der 88. Minute mit dem vierten Tor den Schlusspunkt setzte. Zwei Spieler, vier Tore – effizienter geht Oberliga-Fußball kaum.
Auf dem Platz stand für TuS Koblenz eine Mannschaft mit Birk im Tor sowie Alsbach, Blagojevic, Fujiwara, Grgic, Kurogi, Tchadjei, Tuchscherer, von der Bracke, Vyrych und Wingender in der Startelf. Im Laufe der zweiten Halbzeit nahm Trainer mehrere Wechsel vor: Buchheit kam für Tchadjei, Lee ersetzte Alsbach, kurz vor Schluss folgten noch Welzel für Blagojevic, Leyendecker für Kurogi und Hirninger für Vyrych.
Der SV Auersmacher reiste mit Müller im Tor sowie Allhof, Bauer, Birster, Escher, König, Lauer, Osmanagic, Rebmann, Schley und Straub an, fand gegen die giffige Koblenzer Defensive aber kaum Mittel. Schon zur Halbzeit brachte der Gast mit Jantzen für Allhof die erste personelle Reaktion, später folgten Kasongo für Osmanagic, Laufer für Rebmann und Bickelmann für Bauer. Spürbar verändert hat das am Spielverlauf allerdings wenig – die vier Gegentore sprechen eine deutliche Sprache.
Wie die Rhein-Zeitung mit Blick auf die bisherige Saison von Rot-Weiss Koblenz berichtet, tat sich der Verein zuletzt schwer, Führungen über die Zeit zu bringen. Bei vier der bislang fünf Unentschieden hatte die Mannschaft vom Deutschen Eck bereits in Führung gelegen, zuletzt beim 2:2 gegen die zweite Mannschaft der SV Elversberg sogar mit 2:0. Gegen Auersmacher war davon nichts zu spüren: Die Führung wurde ausgebaut statt verspielt, und aus einem knappen Vorsprung wurde ein ungefährdeter Kantersieg.
Genau das macht diesen zweiten Spieltag so interessant für alle, die die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar verfolgen. Es reicht eben nicht, früh in Führung zu gehen – man muss sie auch verteidigen können. An diesem Nachmittag auf dem Obrwerth hat die Mannschaft genau das gezeigt, was ihr zuvor gefehlt hatte: Ruhe und Nachdruck zugleich.
Vier Tore, zwei Torschützen, null Gegentreffer – für TuS Koblenz war es ein Start nach Maß in den zweiten Spieltag der Saison 2026/27. Wer hätte das nach den wackeligen Unentschieden der Vorwochen so deutlich erwartet? Für den SV Auersmacher bleibt nach dieser Partie viel Arbeit, für die Koblenzer dagegen die Erkenntnis, dass die eigene Qualität reicht, wenn man sie über 90 Minuten abruft.
Am Ende zählt in der Oberliga nicht nur, wie man in Führung geht, sondern wie man damit umgeht. Diesmal hat Rot-Weiss Koblenz genau das richtig gemacht – und wer weiß, vielleicht ist das der Moment, an dem sich eine Serie zum Positiven dreht.






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