
Geschwindigkeitskontrollen im Kreis Altenkirchen: Von ruhigen Messungen bis zu über 100 Verstößen auf der B8 bei Rettersen — ein Überblick aus der Region.
Wer kennt das nicht: Man ist spät dran, die Straße ist leer, und der Fuß wird ein bisschen schwerer als er sollte. Genau da setzen die Kontrollen an, über die wir hier sprechen wollen. Im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Altenkirchen war in den vergangenen Monaten einiges los, wenn es um Geschwindigkeit ging — und die Ergebnisse geben zu denken.
Am Dienstag, den 12. Dezember 2023, rückten Beamte der Verkehrsdirektion Koblenz gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei Koblenz und der Polizeiinspektion Altenkirchen aus, um an mehreren Stellen zu messen. In Steimel, in der Lindenallee, und in Rettersen an der Bundesstraße 8 wurde in den Vormittagsstunden kontrolliert. Das Ergebnis dort fiel vergleichsweise ruhig aus: Nur eine Geschwindigkeitsüberschreitung wurde laut Mitteilung der Polizeidirektion Neuwied/Rhein festgestellt.
Dass ausgerechnet die B8 bei Rettersen immer wieder im Fokus der Kontrollen steht, kommt nicht von ungefähr. Nach Angaben des AK-Kurier.de führte die Verkehrsdirektion Koblenz am 19. Oktober 2026 erneut eine Geschwindigkeitskontrolle an genau dieser Stelle durch — mit einem deutlich anderen Bild als im Dezember 2023. Die Ergebnisse waren laut AK-Kurier.de ernüchternd: Mehr als 100 Fahrerinnen und Fahrer waren zu schnell unterwegs.
Das zeigt: Eine ruhige Messung an einem Tag heißt nicht, dass das Problem gelöst ist. Die B8 bleibt eine Strecke, auf der viele offenbar das Tempolimit eher als Vorschlag verstehen. Und genau deshalb bleiben Kontrollen dort ein Dauerthema für die Polizei in der Region.
Geschwindigkeitskontrollen stehen selten allein. Sie sind Teil eines breiteren Programms, mit dem die Polizei im Dienstgebiet Neuwied und Altenkirchen für Sicherheit sorgen will. Das zeigt auch ein Blick auf andere Maßnahmen der Polizeidirektion Neuwied/Rhein: Im Dezember 2023 führten Beamte der Polizeiwache Wissen im Rahmen einer sogenannten Innenstadtprävention mehrere Personenkontrollen durch. Am 9. und 10. Dezember wurden dabei bei einer 34-Jährigen und einem 33-Jährigen verschiedene illegale Suchtmittel gefunden, darunter 14 Ecstasy-Pillen. Bei der Fortführung der Maßnahmen am Folgetag stellten die Beamten auch bei einem 20-jährigen, polizeibekannten Mann Betäubungsmittel fest. Die Stoffe wurden sichergestellt, mehrere Strafverfahren eingeleitet. Die Polizei kündigte an, die Kontrollmaßnahmen im Stadtgebiet Wissen auch künftig fortzuführen.
Was Geschwindigkeitskontrollen und Innenstadtprävention eint: Beides sind sichtbare Zeichen dafür, dass Präsenz zeigen und kontrollieren zum Alltag der Polizei in der Region gehört — nicht als Schikane, sondern als Versuch, Risiken frühzeitig zu erkennen. Ob auf der Bundesstraße oder in der Fußgängerzone.
Für alle, die regelmäßig zwischen Altenkirchen, Wissen und der B8 unterwegs sind, lohnt sich ein Blick auf den Tacho. Mehr als 100 Verstöße bei einer einzigen Kontrolle zeigen, dass viele offenbar aus Gewohnheit zu schnell fahren — nicht aus bösem Willen, sondern weil die Strecke vertraut wirkt und man sich sicher fühlt. Genau das ist oft der Moment, in dem es kritisch wird.
Wer früh aufsteht und die Straßen noch leer vor sich hat, kennt die Versuchung, einfach mal Gas zu geben. Dabei lohnt sich der Blick auf den Tacho in solchen Momenten besonders. Die Polizei wird weiter kontrollieren, das haben sowohl die Mitteilungen aus Neuwied als auch die aktuellen Zahlen von der B8 gezeigt. Und das ist gut so: Sicherheit auf unseren Straßen beginnt nicht erst, wenn etwas passiert ist, sondern genau jetzt, beim Blick auf den Tacho.






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