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Tausend Lichter für den guten Zweck: Koblenz setzt ein Zeichen der Solidarität

Am 14. November leuchteten auf dem Koblenzer Josef-Görres-Platz tausend Kerzen für die Caritas-Aktion Eine Million Sterne mit Musik und Spenden für Armenien.

Redaktion
·
29. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Tagen

Wenn Kerzenlicht mehr sagt als Worte

Manche Zeichen braucht man nicht zu erklären, man sieht sie einfach. Am 14. November wird der Josef-Görres-Platz in der Koblenzer Innenstadt ab 16 Uhr zu so einem Zeichen. Der Caritasverband Koblenz beteiligt sich dann bereits zum 19. Mal an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“. Kennt ihr das, dieses Gefühl, wenn aus vielen kleinen Flammen plötzlich etwas Großes wird? Genau darum geht es hier.

Was hinter der Aktion steckt

Die Idee ist einfach und trotzdem eindrücklich: In vielen deutschen Städten und Gemeinden werden am selben Tag Kerzenilluminationen an öffentlichen Plätzen aufgebaut. Jede einzelne Kerze steht symbolisch für einen Menschen in einer schwierigen Lebenslage. Initiator der Aktion ist Caritas international, die bundesweite Koordinationsstelle der Caritas für internationale Hilfsprojekte. Alle Besucherinnen und Besucher in Koblenz sind eingeladen, selbst eine Kerze aufzustellen und damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu setzen.

Was dabei zusammenkommt, bleibt nicht irgendwo hängen. Die gesammelten Spendengelder kommen in voller Höhe zwei Zwecken zugute: der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes Koblenz und einem Hilfsprojekt von Caritas international in Armenien. Wie Caritas international mitteilt, stehen in diesem Jahr bundesweit die sogenannten „Little Prince“-Zentren in Armenien im Fokus der Aktion. Kitas, Pfarreien, Caritas-Einrichtungen und Dienste sind deutschlandweit zur Teilnahme aufgerufen – Koblenz ist also Teil von etwas, das weit über den Rhein hinausreicht.

Musik, die die Stimmung trägt

Ganz ohne Rahmen bleibt so ein Abend nicht. Daniela und Markus Daniel, Lukas Otte und Daniel Ferber sorgen für das musikalische Programm auf dem Josef-Görres-Platz. Alle vier engagieren sich dafür ehrenamtlich, wie der Caritasverband Koblenz mitteilt. Die Schirmherrschaft über die Koblenzer Aktion hat Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz übernommen.

Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel formuliert es so: Gerade in dieser Zeit erlebe man, wie wichtig Mitmenschlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien. Sie hofft, wie schon in den vergangenen Jahren, auf eine positive Resonanz und Spendenbereitschaft der Koblenzerinnen und Koblenzer. Die Botschaft dahinter ist unmissverständlich: Wer am 14. November auf dem Platz steht und eine Kerze entzündet, bekundet Solidarität mit Menschen, die oft am Rande unserer Gesellschaft leben.

Eine Aktion mit langer Geschichte

Dass Koblenz zum 19. Mal dabei ist, zeigt: Hier handelt es sich nicht um eine kurzlebige Kampagne, sondern um eine feste Größe im städtischen Kalender. Caritas international stellt für Veranstalterinnen und Veranstalter bundesweit umfangreiches Material bereit, von Handbüchern über Plakate bis hin zu Social-Media-Vorlagen, damit die Aktion an möglichst vielen Orten sichtbar wird. Das zeigt, wie sehr die Organisation darauf setzt, dass „Eine Million Sterne“ nicht nur in Großstädten, sondern in der Fläche ankommt – auch in Städten wie Koblenz, die zwischen Rhein und Mosel liegen und für die Solidarität eben kein Fremdwort ist.

Der Josef-Görres-Platz liegt mitten im Herzen der Stadt, dort, wo sonst Alltag und Trubel den Ton angeben. Am 14. November wird daraus für ein paar Stunden ein Ort, an dem Licht für etwas steht, das größer ist als der einzelne Moment. Wer schon mal auf diesem Platz stand, weiß: Er verträgt sowohl das normale Treiben als auch solche besonderen Abende.

Was bleibt

Man muss keine große Geste machen, um Teil davon zu sein. Eine Kerze reicht. Vielleicht ist genau das die eigentliche Stärke dieser Aktion: Sie macht Solidarität greifbar, ohne sie kompliziert zu machen. Wer am 14. November Zeit hatte, auf dem Josef-Görres-Platz vorbeizuschauen, hat gesehen, wie aus vielen einzelnen Lichtern ein gemeinsames Bild wird. Und vielleicht ist das die Frage, die bleibt: Wie oft setzen wir im Alltag eigentlich ein Zeichen, das andere sehen können?

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