
Starkregen hat am Sonntag auf der A3 bei Montabaur drei Unfälle verursacht, mehrere Verletzte und lange Staus waren die Folge. Alle Fakten im Überblick.
Wer am Sonntagmorgen auf der A3 unterwegs war, hat es vermutlich zu spüren bekommen: Starkregen hat im Bereich der Polizeiautobahnstation Montabaur gleich drei Verkehrsunfälle ausgelöst. Zwischen drei und acht Uhr morgens kam es laut Polizeidirektion Koblenz zu einer Serie von Unfällen, die zeigt, wie schnell nasse Fahrbahnen zur Gefahr werden können. Wer kennt das nicht – die Scheibenwischer auf höchster Stufe, und trotzdem sieht man kaum die Rückleuchten vor sich.
Gegen drei Uhr kam ein Sattelzug bei Kilometer 75 in Fahrtrichtung Frankfurt nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr sich im Grünstreifen fest. Wie die Verkehrsdirektion Koblenz mitteilt, musste das Fahrzeug durch einen Abschleppdienst geborgen werden – eine aufwendige Aktion, die den rechten und mittleren Fahrstreifen bis etwa 11:30 Uhr blockierte. Zeitweise war sogar der linke Fahrstreifen gesperrt. Die Folge: ein Rückstau von mehr als fünf Kilometern. Der Fahrer blieb unverletzt, aber der Vormittag auf der A3 war erst einmal gelaufen.
Kaum war der erste Unfall halbwegs abgearbeitet, meldete sich gegen 7:45 Uhr der nächste Vorfall: Bei Kilometer 57 in Richtung Köln geriet ein Pkw auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern und kollidierte mit der Mittelschutzplanke. Das Fahrzeug blieb nicht mehr fahrbereit auf dem linken Fahrstreifen stehen. Laut Polizeiangaben waren zwei Personen im Auto, eine davon wurde leicht verletzt. Auch hier mussten der linke und mittlere Fahrstreifen für rund anderthalb Stunden gesperrt werden, bis der Abschleppdienst eintraf.
Nur 25 Minuten später, gegen 8:10 Uhr, krachte es erneut – diesmal bei Kilometer 90,5, ebenfalls Richtung Köln. Ein Pkw prallte gegen die Schutzplanke, drehte sich und kam entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Zwei der drei Insassen erlitten laut Verkehrsdirektion Koblenz leichte Verletzungen. Auch dieses Fahrzeug musste abgeschleppt werden.
Die Polizei schätzt den Gesamtschaden der drei Unfälle auf einen oberen fünfstelligen Betrag. Im Einsatz waren Kräfte des Rettungsdienstes, der Autobahnmeisterei Heiligenroth, der Polizeiinspektion und der Polizeiautobahnstation Montabaur. Wie der WW-Kurier berichtet, führten die drei Unfälle insgesamt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf der A3 im Bereich Montabaur – für alle, die am Sonntagmorgen auf dieser Strecke unterwegs waren, hieß es: Geduld und Vorsicht.
Die A3 ist für viele von uns die Verbindung zwischen Rhein-Mosel-Region und dem Rest der Welt – Richtung Frankfurt, Richtung Köln, einfach immer mitten durch unseren Alltag. Und genau deshalb treffen uns solche Meldungen auch persönlich. Drei Unfälle binnen fünf Stunden, verursacht durch Starkregen, sind eine deutliche Erinnerung daran, wie schnell sich die Bedingungen auf der Autobahn ändern können. Tempo runter, Abstand vergrößern, Licht an – das klingt nach Fahrschul-Allgemeinplatz, ist aber an Tagen wie diesem bares Leben.
Bleibt die Frage, die sich wohl jeder stellt, der im Stau stand oder von der Sperrung gehört hat: Wie oft erwischt es uns noch, bevor wir uns wirklich an das launische Herbstwetter zwischen Westerwald und Rheintal gewöhnt haben? Vielleicht hilft es, beim nächsten Regenguss einfach ein paar Minuten früher loszufahren – und den Tag mit etwas mehr Ruhe auf der Straße zu beginnen.






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