
Rheinlandpokal ausgelost: TuS Koblenz trifft erst im Finale auf Trier. Alle Paarungen im Achtelfinale, Termine und der Weg zum Finaltag der Amateure 2027.
Wer in Koblenz Fußball mag, kennt diesen einen Namen, der im Hinterkopf mitschwingt, sobald der Rheinlandpokal ausgelost wird: Trier. Seit Donnerstag steht fest, dass es diese Saison nicht gleich wieder zum Duell kommt — zumindest nicht sofort. Die Auslosung in Bitburg hat den kompletten Weg bis ins Finale festgelegt, und der führt TuS Koblenz und den SV Eintracht Trier erst ganz am Ende wieder zusammen, falls beide ihre Aufgaben lösen.
Im Mai hat der SV Eintracht Trier den Rheinlandpokal gewonnen und damit, wie die Plattform Die falsche 9 berichtet, eine zehnjährige Durststrecke beendet. Als einziger Regionalligist im Teilnehmerfeld bleibt Trier auch in dieser Saison der klare Favorit. In der dritten Runde setzte sich der Titelverteidiger trotz eines frühen Platzverweises mit 4:1 beim TuS Mosella Schweich durch — ein Ergebnis, das zeigt, wie souverän die Trierer durch den Pokal marschieren.
Und TuS Koblenz? Die hat nach dem verlorenen Finale im Mai noch eine Rechnung offen. Damals, am 23. Mai, unterlag Koblenz im Moselstadion in Trier — ein Duell mit langer Geschichte, wie FuPa einordnet: Bereits 2001, 2011 und 2017 standen sich beide Vereine im Endspiel gegenüber, dreimal ging Trier als Sieger vom Platz. Diese Saison kann es frühestens im Finale wieder so weit sein, denn Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale führen beide Teams zunächst auf getrennten Wegen durch den Wettbewerb.
Spannend wird’s vor allem im Unterbau der Rheinlandliga. Mit FC Rot-Weiss Koblenz, FV Engers, Sportfreunde Eisbachtal und eben TuS Koblenz sind noch vier Vereine aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar im Rennen — sie gelten laut Die falsche 9 als größte Konkurrenz für Trier um den Titel. Vier weitere Oberligisten sind bereits ausgeschieden: FC Emmelshausen-Karbach, SV Rot-Weiss Wittlich, FC Cosmos Koblenz und der Ahrweiler BC mussten die Segel streichen. Komplettiert wird das Achtelfinale von sechs Vereinen aus der Rheinlandliga und fünf Bezirksligisten.
Für TuS Koblenz geht es im Achtelfinale gegen den VfB Wissen. Der FC Rot-Weiss Koblenz trifft auf den FSV Trier-Tarforst. Sollten beide Koblenzer Teams ihre Partien gewinnen, kommt es im Viertelfinale direkt zum Koblenzer Duell untereinander — das wäre dann schon die nächste spannende Volte auf dem Weg nach oben.
Die Auslosung hat gleich mehrere Runden auf einmal festgezurrt. Das Achtelfinale lautet im Detail:
Eine Besonderheit gibt es beim Heimrecht: Der klassentiefere Verein einer Paarung darf zu Hause spielen, selbst wenn er als zweites aus der Lostrommel gezogen wurde. Das gilt auch für die kommenden Runden — Trier muss als einziger Regionalligist somit bis ins Halbfinale konsequent auswärts ran, wie Die falsche 9 erläutert. Bei Viertel- und Halbfinale kann sich das Heimrecht je nach Ausgang der vorherigen Runden noch verschieben.
Das Achtelfinale soll laut Verbandsangaben noch in diesem Jahr gespielt werden, als Termin ist Mittwoch, der 4. November, vorgesehen. Danach macht der Rheinlandpokal Winterpause. Erst im kommenden Jahr folgen Viertelfinale und Halbfinale, ehe am Finaltag der Amateure, dem 29. Mai 2027, das Endspiel ansteht. Der Sieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals — für jeden Amateurverein eine der wenigen Gelegenheiten, auf die großen Namen des deutschen Fußballs zu treffen.
Zur Einordnung, wie groß dieses Ziel ist: Das Finale im Mai 2026 zwischen TuS Koblenz und Trier fand im ausverkauften Moselstadion statt und wurde im Rahmen des Finaltags der Amateure live im Ersten übertragen, parallel zur großen ARD-Konferenz mit allen 21 Landespokalendspielen. Auch der Fußballverband Rheinland selbst hat die Partie per Livestream begleitet — ein Format, das zeigt, welchen Stellenwert der Rheinlandpokal längst erreicht hat, gerade für Vereine aus unserer Region.
Ob TuS Koblenz tatsächlich wieder bis ins Finale kommt, entscheidet sich erst über mehrere Monate und mehrere Runden. Aber schon jetzt lohnt sich der Blick auf den Spielplan: Mit dem Duell gegen VfB Wissen beginnt im November eine Pokalreise, die im besten Fall wieder dorthin führt, wo im Mai die Enttäuschung saß — ins Finale gegen Trier. Wer die Region und ihren Fußball verfolgt, wird diesen Namen also in den nächsten Monaten noch öfter hören. Und vielleicht ist es am Ende wieder Koblenz gegen Trier, diesmal mit anderem Ausgang.






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