
Semesterstart an der Uni Koblenz: neue Studiengänge, Einführungswoche für Erstsemester und ein angespannter Wohnungsmarkt mit steigenden Mietpreisen.
Das Wintersemester an der Universität Koblenz hat begonnen, und damit füllt sich der Campus wieder mit neuen Gesichtern. Wer zum ersten Mal durch die Gänge läuft, fragt sich wahrscheinlich: Wo ist der Hörsaal, wo die Mensa, und wo bekomme ich den besten Kaffee vor der ersten Vorlesung? Genau für diese Fragen gibt es in dieser Woche ein Einführungsprogramm, berichtet Rockland Radio. Dazu gehören eine Stadtführung, eine offizielle Begrüßung und eine Kneipentour durch die Altstadt. Kein schlechter Einstieg, um Koblenz nicht nur als Studienort, sondern gleich als neues Zuhause kennenzulernen.
Wer sich dieses Semester neu einschreibt, hat auch neue Auswahl. Nach Angaben der Hochschule sind mehrere neue Studiengänge gestartet, darunter Deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Bildende Kunst für das Lehramt. Für alle, die mit Sprache oder mit Kunst etwas anfangen können, ist das eine gute Nachricht — Koblenz wird akademisch bunter.
Weniger entspannt sieht es auf dem Wohnungsmarkt aus. Laut Studierendenwerk sind vor allem kleine Wohnungen und WG-Zimmer schwer zu finden. Wer ein WG-Zimmer sucht, zahlt im Schnitt rund 440 Euro — und damit mehr, als die BAföG-Wohnpauschale eigentlich vorsieht. Wer früh nach Koblenz kommt, hat beim Wohnungsmarkt klar die besseren Karten. Erschwerend kommt hinzu, dass der Semesterbeitrag gestiegen ist und inzwischen bei 360 Euro liegt. Das kostet also zweimal: beim Einschreiben und beim Einrichten.
Immerhin tut sich etwas: Das Studierendenwerk plant laut eigenen Angaben eine neue Wohnanlage mit rund 230 Einheiten. Bis die bezugsfertig ist, bleibt vielen Erstsemestern aber nichts anderes übrig, als selbst zu suchen — zwischen Mosel und Rhein, zwischen Altstadt und Hochschulcampus. Wer das hier erlebt hat, weiß: Die Suche nach dem ersten eigenen Zimmer gehört fast so sehr zum Studienstart dazu wie die erste Vorlesung.
Koblenz zeigt sich zum Semesterstart also von zwei Seiten: akademisch wächst die Stadt mit neuen Studiengängen, beim Wohnen bleibt sie angespannt. Für alle, die gerade neu hier sind: Die Kneipentour durch die Altstadt ist vielleicht der entspannteste Programmpunkt dieser ersten Woche. Danach wird es ernst — mit Vorlesungsplan, Mensa-Ausweis und der Suche nach einem Zuhause auf Zeit. Genau dieses Zuhause-Gefühl kennt man hier an der Mosel sowieso: Man findet es nicht nur in einer Wohnung, sondern auch im Alltag dieser Stadt.






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