
Koblenz setzt eine neue Leerstandsmanagerin ein: Chantal Oberst soll leere Ladenflächen in der Innenstadt digital erfassen und nachhaltig neu beleben.
Wer durch die Koblenzer Innenstadt schlendert, kennt das Bild: hier ein leeres Ladenlokal, dort ein Schaufenster mit Zeitungspapier beklebt. Genau dagegen will die Stadt Koblenz jetzt gezielter vorgehen. Seit dem 1. März 2025 kümmert sich Chantal Oberst als neue Leerstandsmanagerin bei der Koblenz-Stadtmarketing GmbH um das Thema, wie die Koblenz-Stadtmarketing GmbH mitteilt.
Ihre Aufgabe klingt erstmal nüchtern, ist aber für die Zukunft der Innenstadt entscheidend: Sie soll Immobilienbesitzende, die Wirtschaftsförderung und Händlerinnen und Händler aus der Region zusammenbringen. Konkret geht es laut Koblenz-Stadtmarketing GmbH um die digitale Erfassung leerstehender Flächen, um nachhaltige Nutzungskonzepte und um die temporäre Belebung von Räumen, die sonst einfach leer stehen würden.
Chantal Oberst bringt für diese Vermittlerrolle einiges mit: Sie hat Medienkommunikation und Journalismus an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld studiert und bereits Erfahrung im Immobiliensektor bei der Gesellschaft für Wirtschaftsentwicklung gesammelt, so die Koblenz-Stadtmarketing GmbH. Diese Mischung aus Kommunikationskompetenz und Branchenwissen soll ihr helfen, Geschäftsbeziehungen aufzubauen und Leerstände nicht nur zu verwalten, sondern wirklich zu beleben.
Die Stelle ist zunächst auf ein Jahr befristet, mit der Option auf eine langfristige Verlängerung. Finanziell steht der Stadt dabei die Förderung „Innenstadt-Impulse“ der Landesregierung Rheinland-Pfalz zur Seite, die über die Wirtschaftsförderung Koblenz bereitsteht. Damit lassen sich laut Koblenz-Stadtmarketing GmbH nicht nur Leerstände aktivieren, sondern auch Maßnahmen zur Belebung des öffentlichen Raums und zur Stärkung des lokalen Handels umsetzen.
Oberbürgermeister David Langner betont laut Koblenz-Stadtmarketing GmbH, wie wichtig es sei, dauerhafte Leerstände zu vermeiden, und sieht in der neuen Fachkraft einen wichtigen Baustein für die Aufwertung der Ladenlokale. Christiane Walther-Oeckel, Citymanagerin der Koblenz-Stadtmarketing GmbH, wird mit den Worten zitiert, es genüge nicht mehr, Leerstände nur zu füllen — man brauche vorausschauende Konzepte, um sie von vornherein zu vermeiden.
Was das am Ende für die Koblenzer Innenstadt bedeutet, wird sich zeigen. Klar ist: Mit einer zentralen Ansprechpartnerin für das Thema Leerstand hat die Stadt zumindest eine Struktur geschaffen, die bislang gefehlt hat. Wer selbst eine Idee für eine leerstehende Fläche in der Innenstadt hat, findet über die Koblenz-Stadtmarketing GmbH künftig eine klare Anlaufstelle.






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