
Dagmar Kranz soll laut CDU-Nominierung neue Koblenzer Bürgermeisterin werden und künftig den Fachbereich Sicherheit und Ordnung leiten.
Koblenz bekommt eine neue Bürgermeisterin — zumindest, wenn der Stadtrat zustimmt. Die CDU Koblenz hat Dr. Dagmar Kranz als ihre Kandidatin nominiert. Wie das Portal merkurist.de berichtet, fiel die Entscheidung bei einem Kreisparteitag in Diehls Hotel, zu dem Kreisvorsitzender Josef Oster eingeladen hatte. Mehr als 150 Mitglieder waren dabei, als die Partei ihre Wahl traf.
Kranz setzte sich dabei gegen zwei weitere Bewerber durch: den Rübenacher Ortsvorsitzenden Thomas Roos und die Vorsitzende der Frauen Union, Zemfira Dlovani. In zwei Wahlgängen fiel die Entscheidung, in der Stichwahl gewann Kranz gegen Dlovani. Oster sprach laut merkurist.de von einem starken Signal für die Stadt, weil sich gleich mehrere qualifizierte Personen für das Amt beworben hätten.
Dass ausgerechnet eine Juristin künftig die Geschicke der Stadt mitlenken soll, passt zu ihrem Werdegang. Laut den Angaben der Stadt Koblenz machte Dagmar Kranz, geboren am 18. Dezember 1972, zunächst eine Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Deutschen Bank in Koblenz, bevor sie Rechtswissenschaften an der Universität Trier studierte. Nach dem Referendariat am Oberlandesgericht Koblenz arbeitete sie von 2001 bis 2015 als Richterin am Amts- und Landgericht Koblenz und promovierte 2005.
Danach wechselte sie in die Ministerien des Landes Rheinland-Pfalz: zunächst als Referentin für Verbraucherschutz, später für Telekommunikations-, Bank-, Sozial- sowie Amts- und Staatshaftungsrecht und schließlich für Bundesratsangelegenheiten sowie Verfassungs-, Europa- und internationales Recht im Ministerium der Justiz. Seit 2021 ist sie dort stellvertretende Abteilungsleiterin für Öffentliches Recht und Zivilrecht sowie Verfassungs-, Europa- und internationales Recht. Seit 2025 unterrichtet sie zudem an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Rheinland-Pfalz.
Sollte der Stadtrat zustimmen, würde Kranz zum 1. Juli 2026 ins Amt wechseln und laut Angaben der Stadt Koblenz den Fachbereich II übernehmen. Dazu gehören Sicherheit, Ordnung, Katastrophenschutz, Soziales, Jugend, Sport und Entsorgung. Außerdem wäre sie allgemeine Vertreterin des Oberbürgermeisters. Ein Aufgabenfeld, das zeigt: Innere Sicherheit ist nicht irgendein Randthema, sondern Kernbereich des Amtes, das Kranz übernehmen soll.
Für Koblenz bedeutet das einen Wechsel an einer Stelle, die den Alltag vieler Menschen in der Stadt direkt betrifft. Ob auf dem Weg zur Arbeit, beim Abendspaziergang am Rhein oder beim Sportverein um die Ecke — Fragen von Ordnung und Sicherheit laufen oft im Hintergrund mit, ohne dass man groß darüber nachdenkt. Genau dort, im Fachbereich II, würde Kranz künftig Verantwortung tragen.
Noch ist Dagmar Kranz nicht offiziell im Amt. Wie merkurist.de berichtet, liegt die endgültige Entscheidung beim Koblenzer Stadtrat, der über den Vorschlag der CDU abstimmen muss. Erst mit dieser Wahl würde Kranz tatsächlich Nachfolgerin von Ulrike Mohrs, der bisherigen Bürgermeisterin. Oster dankte Mohrs laut dem Bericht für ihre langjährige und engagierte Arbeit im Amt.
Bis zur Entscheidung im Stadtrat bleibt es also bei einer Personalie in der Schwebe — mit einer klaren Richtung allerdings schon jetzt: Wer künftig für Sicherheit und Ordnung in Koblenz zuständig ist, bringt juristische Erfahrung aus Gerichtssaal und Ministerium gleichermaßen mit. Wie sich das im Rathausalltag konkret anfühlt, wird sich zeigen, wenn aus der Kandidatin tatsächlich die Bürgermeisterin wird.






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