
In Mendig stoppte die Polizei eine 43-Jährige mit über zwei Promille am Steuer. Führerschein weg, Strafverfahren eingeleitet – alle Fakten zur…
Manche Nächte enden anders als geplant. In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober stoppte die Polizei gegen 0:05 Uhr in der Ernst-Abbe-Straße in Mendig einen Pkw zu einer Verkehrskontrolle. Am Steuer saß eine 43 Jahre alte Frau. Schon beim ersten Kontakt bemerkten die Beamten, dass mit ihr etwas nicht stimmte, wie die Polizeidirektion Mayen mitteilte.
Ein Atemalkoholtest brachte Klarheit, und zwar mehr, als man sich wünschen würde, wenn man gerade noch im Auto saß: über 2 Promille. Zur Einordnung: Das ist mehr als das Vierfache der erlaubten Promillegrenze von 0,5 für Autofahrerinnen und Autofahrer ohne Vorbelastung. Auch die Rhein-Zeitung bestätigt diesen Wert und ordnet die Kontrolle in der Ernst-Abbe-Straße zeitlich ein.
Nach dem Atemalkoholtest ging es für die Frau weiter zur Blutentnahme. Die Polizei sicherte zudem direkt vor Ort den Führerschein. Wer mit einem solchen Wert erwischt wird, fährt an diesem Tag nicht mehr nach Hause, zumindest nicht selbst. Gegen die 43-Jährige wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet, wie die Polizeidirektion Mayen mitteilte.
Was danach passiert, ist in solchen Fällen ziemlich klar vorgezeichnet: Es drohen eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe, der Entzug der Fahrerlaubnis für mehrere Monate und in der Regel eine medizinisch-psychologische Untersuchung, bevor der Führerschein überhaupt wieder infrage kommt. Zwei Promille sind kein Ausrutscher mehr, das ist ein Wert, bei dem der Körper eigentlich längst die Kontrolle verloren haben müsste. Dass jemand in diesem Zustand überhaupt noch ein Fahrzeug steuert, zeigt, wie trügerisch das eigene Gefühl von Fahrtüchtigkeit nach ein paar Gläsern sein kann.
Die Nacht zum 31. Oktober war ohnehin eine, in der die Polizei in der Region mehrfach gefordert war. Parallel zur Kontrolle in Mendig meldete die Polizei auch einen Zeugenaufruf zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Pkw in Thür sowie weitere Einsätze rund um Mayen-Koblenz, wie aus den Polizeimeldungen hervorgeht. Das zeigt: Verkehrskontrollen sind kein Zufallsprodukt, sondern Alltag für die Beamten, gerade an Wochenenden.
Für Mendig und die Ernst-Abbe-Straße bedeutet der Vorfall erst einmal: Der Fall ist aktenkundig, das Verfahren läuft, die Frau muss sich vor Gericht verantworten. Mehr öffentlich bekannte Details zu den Umständen gibt es aktuell nicht.
Ihr kennt das vielleicht: Der Abend wird länger als gedacht, das eine Glas wird zu mehreren, und irgendwann steht die Frage im Raum, ob man noch fahren kann. Genau an diesem Punkt entscheidet sich einiges, nicht nur für einen selbst, sondern für alle anderen, die zur gleichen Zeit unterwegs sind. Ob zu Fuß an der Mosel entlang, mit dem Rad über die Balduinbrücke oder eben mit dem Auto durch Mendig, Straßen teilt man sich, ob man will oder nicht.
Ein Taxi, ein Mitfahrer, der nüchtern geblieben ist, oder schlicht die Entscheidung, das Auto stehen zu lassen und am nächsten Tag wiederzukommen, das sind keine großen Gesten. Aber sie machen den Unterschied zwischen einer ruhigen Nacht und einer Verkehrskontrolle mit Blutprobe und sichergestelltem Führerschein. Wer am Wochenende unterwegs ist, kann sich diesen Gedanken ruhig mal mitnehmen, bevor der Autoschlüssel in die Hand genommen wird.






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