
Mentor Mendig lud zur ersten Spielplatzvorleseaktion ein: Geschichten unter freiem Himmel – und der Verein sucht weiterhin ehrenamtliche Lesementoren.
Lesen und Spielplatz – passt das zusammen? In Mendig wird genau das ausprobiert. Der Verein Mentor – die Leselernhelfer Mendig e.V. hat erstmals zu einer Spielplatzvorleseaktion eingeladen, wie tv-mittelrhein.de berichtet. Statt im Klassenzimmer oder auf dem Sofa gab es Geschichten diesmal unter freiem Himmel, mit Picknickdecke und frischer Luft.
Nach Angaben von tv-mittelrhein.de fand die Aktion an zwei Terminen statt: am 22. August auf dem Spielplatz im Tannenweg in Obermendig und am 29. August auf dem Spielplatz in der Jahnstraße in Niedermendig. Jeweils um 15 Uhr richtete sich das Vorlesen an die Kleinsten im Kindergartenalter, um 16 Uhr an Grundschulkinder der ersten und zweiten Klasse. Mitzubringen war wenig: eine Picknickdecke oder eine bequeme Sitzgelegenheit, wer wollte, durfte Getränke und Snacks dazupacken. Der Eintritt war frei. Die Schirmherrschaft über die Aktion hatte Bürgermeister Achim Grün übernommen.
Das kennt ihr vielleicht aus der eigenen Kindheit: Geschichten hören, während nebenan andere Kinder schaukeln oder im Sandkasten buddeln. Genau diese Mischung aus Zuhören, Bewegung und einfach draußen sein stand hinter der Idee.
Die Spielplatzaktion ist nach Angaben von tv-mittelrhein.de nur ein Baustein der Arbeit des Vereins. Im Kern fördert Mentor – die Leselernhelfer Mendig die Lese- und Sprachkompetenz von Grundschülerinnen und Grundschülern in Mendig. Die ehrenamtliche Leseförderung folgt dabei dem 1:1-Prinzip: Ein Mentor oder eine Mentorin begleitet ein Kind über das gesamte Schuljahr hinweg in einer wöchentlichen Einzellesestunde. Dazu kommen die Betreuung eines Bücherschranks und eben Vorleseaktionen wie die auf den Mendiger Spielplätzen.
Wer ein Kind über Monate beim Lesenlernen begleitet, der sieht Fortschritte, die sich nicht in Noten messen lassen – sondern darin, dass ein Satz plötzlich flüssig über die Lippen geht. Dafür braucht es Menschen, die sich Zeit nehmen. Genau diese Menschen sucht der Verein aktuell.
Für das neue Schuljahr sucht Mentor Mendig laut eigenen Angaben weitere Mentorinnen und Mentoren, die ein Kind ab der ersten Klasse begleiten möchten. Interessierte können sich per E-Mail an info@mentor-mendig.de an den ersten Vorsitzenden Karl Gunkel wenden.
Vielleicht ist das ein Gedanke für den nächsten freien Nachmittag: eine Stunde pro Woche, die bei einem Kind einen Unterschied macht. Mehr braucht es manchmal nicht.






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