
Bendorf ehrt Peter Siebenmorgen mit dem Kulturpreis für sein Engagement rund um Hein’s Mühle und das Vereinsleben in Sayn.
Manchmal reicht ein Name, und ganz Bendorf nickt. Peter Siebenmorgen ist so ein Name. Am 24. Oktober erhielt er in der Sayner Hütte den Kulturpreis der Stadt Bendorf, wie der Westerwald-Guide berichtet. Geehrt wurde damit ein Mann, der seit mehr als vier Jahrzehnten als Heimatforscher, Journalist und Kulturorganisator in seiner Heimatstadt aktiv ist.
Schon 1984, mit gerade einmal 15 Jahren, wurde Siebenmorgen laut dem Bericht Vorstandsmitglied einer Karnevalsgesellschaft. Im selben Jahr begann seine journalistische Tätigkeit, bei der er über Vereine, Veranstaltungen und Jubiläen schrieb. Über die Jahrzehnte kamen Heimatforschung, die Betreuung eines umfangreichen Archivs sowie die Unterstützung von Vereinen und sozialen Initiativen hinzu.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Engagements ist die Hein’s Mühle. Was laut Westerwald-Guide zunächst mit fotografischer Dokumentation ihrer Geschichte begann, entwickelte sich zu einer langjährigen Aufgabe: Heute steht die Mühle für den Erhalt eines historischen Bauwerks und zugleich für einen lebendigen Kulturort mit Musik, Kunst und Lesungen.
Bürgermeister Christoph Mohr betonte bei der Begrüßung den vollbesetzten Saal und ordnete die Ehrung größer ein: Kultur sei das Fundament und Lebenselixier einer freien und demokratischen Gesellschaft, auch die Vereinskultur sei unverzichtbar. Bundestagsabgeordneter Dr. Thorsten Rudolph hob in seinem Grußwort die Bedeutung von Kultur und Ehrenamt für das gesellschaftliche Miteinander hervor. Schirmherrin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Staatsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, bezeichnete es laut dem Bericht als große Ehre, an diesem Tag dabei sein zu dürfen.
Dass Siebenmorgen tief in Bendorfs Vereinsleben verwurzelt ist, zeigte sich auch an den Gratulanten. Nach Angaben des Westerwald-Guide gehörten dazu unter anderem der Förderkreis Hein’s Mühle, der Frauenchor Sayn, die KG 1937 Sayn, die Sayner Schlosswache, der Festausschuss Bendorfer Karneval und der Förderkreis Abtei Sayn. Musikalisch begleitete der Chor „Boos Bar Bubscher“ den Abend, unter anderem mit „Oh, happy day!“ und „The Lion Sleeps Tonight“.
In Sayn wird dem Bericht zufolge künftig zudem ein Platz nach Peter Siebenmorgen benannt – ein weiteres sichtbares Zeichen dafür, wie eng sein Wirken mit dem Ortsteil verbunden ist.
Der Kulturpreis würdigt damit nicht nur einzelne Projekte, sondern ein Lebenswerk, das Heimatforschung, Ehrenamt und Kulturarbeit miteinander verbindet. Hein’s Mühle steht dabei exemplarisch für das, was Siebenmorgen über Jahrzehnte angestoßen hat: Orte zu bewahren und sie gleichzeitig mit neuem Leben zu füllen. Wer durch Sayn spaziert, läuft künftig also auch an einem Platz vorbei, der an genau diesen Einsatz erinnert.






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