
Nach einer Unfallflucht in Koblenz-Lützel sucht die Polizei mit Hubschrauber nach dem vermutlich verletzten Fahrer. Alle Infos zum aktuellen Großeinsatz.
Wer am Montagabend in Koblenz-Lützel unterwegs war, hat es vermutlich mitbekommen: Über dem Moselufer kreiste der Polizeihubschrauber, auf den Straßen waren zahlreiche Streifenwagen unterwegs. Der Grund dafür war ein Verkehrsunfall, der sich gegen 21.30 Uhr ereignet hatte.
Nach Angaben der Polizei hatte der Fahrer eines Pkw eine Polizeistreife erblickt und war daraufhin mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Moselufer geflüchtet. Bei dieser Fahrt kam es zum Unfall. Der Pkw wurde dabei stark beschädigt. Statt auf die Polizei zu warten, ließ der Fahrer sein Fahrzeug einfach zurück und flüchtete zu Fuß weiter.
Weil der Fahrer vermutlich verletzt ist, suchten Einsatzkräfte der Polizei gemeinsam mit dem Polizeihubschrauber gezielt im Bereich Koblenz-Lützel nach ihm. Eine solche Fahndung mit Luftunterstützung ist kein Alltagsbild — und erklärt, warum so viele Blaulichter in der Gegend unterwegs waren.
Die Polizei stellte klar: Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Trotzdem bat sie darum, von Nachfragen abzusehen, damit sich die Kräfte voll auf die Suche konzentrieren konnten.
Die Polizeipräsidium Koblenz hatte in den Tagen zuvor bereits mit anderen Fällen zu tun. Erst am Samstag kam es im Parkhaus Altlöhrtor in der Koblenzer Altstadt zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren jugendlichen beziehungsweise heranwachsenden Personen, bei der ein 18-Jähriger schwer verletzt wurde und ins Krankenhaus musste. Und auch im Bereich Bad Neuenahr-Ahrweiler lieferte sich kurz zuvor ein mit vier Personen besetzter Audi A3 eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei — mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über Autobahn und Bundesstraßen.
Es sind Tage, die zeigen: Die Kolleginnen und Kollegen der Polizei in unserer Region haben derzeit einiges zu tun. Umso wichtiger, dass sie bei solchen Einsätzen auf Ruhe und Rückendeckung aus der Bevölkerung zählen können.
Das Deutsche Eck, die Mosel, die Altstadt — Orte, an denen wir uns normalerweise treffen, spazieren gehen, den Feierabend genießen. Dass ausgerechnet dort ein Fahrzeugführer bei einer Verfolgung landet und zu Fuß flüchtet, erinnert daran, wie schnell sich ein ruhiger Abend ändern kann. Für alle, die gestern in Lützel unterwegs waren und den Hubschrauber gehört haben: Jetzt wisst ihr, was los war.
Die Polizei bittet weiterhin darum, keine eigenen Nachforschungen anzustellen und stattdessen auf offizielle Mitteilungen zu warten. Wer Hinweise hat, kann sich direkt an die Führungszentrale des Polizeipräsidiums Koblenz wenden.
Und wie so oft gilt: Ein Blick aus dem Fenster, ein Ohr am Radio — manchmal reicht das schon, um zu wissen, was gerade in der Nachbarschaft passiert. Bleibt aufmerksam, bleibt gelassen. Der Rest ist Sache der Profis.






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