
Füchse Duisburg gewinnen in der Oberliga Nord deutlich 6:3 gegen den EHC Neuwied. Alle Tore, Daten und Hintergründe zum Spiel aus der Alleato Arena im…
Manchmal sagt die Tabelle vorher schon fast alles. Die Füchse Duisburg empfingen am Freitagabend den EHC Neuwied – und wer die Rhein-Mosel-Region seit Jahren verfolgt, weiß, wie sehr man dem EHC einen guten Abend gegönnt hätte. Am Ende stand es 6:3 für die Gastgeber, 1401 Zuschauer sahen ein Spiel, das schon nach 20 Minuten ziemlich klar war.
Wie Eishockey.info berichtet, ging es von Beginn an in eine Richtung. Stanislav Kronhardt traf doppelt für Duisburg, zuerst nach knapp vier Minuten, dann kurz nach der achten Minute. Tobin Brandt legte vor der ersten Pause mit dem 3:0 nach. Neuwied stand nach dem ersten Drittel bereits mit dem Rücken zur Wand.
Ganz kampflos ging der EHC dann aber nicht unter. Im zweiten Drittel kam Duisburg sogar in Unterzahl zum 4:0 durch Fabio Frick, ehe Neuwied antwortete: Leon Kreps verkürzte im Powerplay auf 4:1, und wenig später traf Jeff Smith zum 4:2. Für einen Moment kam Bewegung ins Spiel – mehr als eine Annäherung wurde daraus aber nicht.
Im Schlussdrittel setzten die Füchse die Entscheidung mit Toren von Enrico Saccomani und Philip Kuschel. Lenard Dötsch sorgte in der 56. Minute noch für den 6:3-Endstand aus Neuwieder Sicht – zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst gelaufen.
Dass es für Duisburg gut laufen würde, hatte sich im Vorfeld abgezeichnet. Laut einer Prognose von peine-hockey.de ging das Rechenmodell der Plattform mit 83 Prozent Siegwahrscheinlichkeit von einem Erfolg der Füchse aus – inklusive Verlängerung gerechnet. Für die reguläre Spielzeit lag die Quote sogar bei 78 Prozent. Auch die Tor-Prognose von mehr als 7,5 Treffern ging mit dem 6:3 und damit neun Toren insgesamt auf.
Die Zahlen vor dem Spiel sprachen ebenfalls eine deutliche Sprache. Duisburg war mit 24 Punkten aus 12 Spielen Dritter der Oberliga Nord, erzielte im Schnitt 4,6 Tore pro Partie und kam seit dem 11. Oktober gleich fünfmal in Folge zum Sieg. Neuwied dagegen stand mit 12 Punkten aus 12 Spielen auf Platz 9, kassierte im Schnitt 4,7 Gegentore und hatte seit dem 11. Oktober kein einziges Spiel mehr nach 60 Minuten gewonnen.
Auch das bisherige Saisonduell deutete in diese Richtung. Am 16. September hatten die Füchse bereits in Neuwied mit 6:3 gewonnen – exakt das Ergebnis, das nun auch in Duisburg zustande kam.
Besonders auffällig laut peine-hockey.de: Neuwied ist in Unterzahl eigentlich stark, mit einer Erfolgsquote von 86 Prozent – deutlich besser als Duisburgs Unterzahlquote von 68,2 Prozent. Genau dort aber, in Unterzahl, musste Neuwied ausgerechnet das 4:0 der Füchse hinnehmen. Im dritten Drittel zeigte sich zudem ein Muster, das sich durch die gesamte Saison zieht: Während Duisburg im Schlussabschnitt seiner Spiele regelmäßig zulegt, bricht Neuwied in den letzten beiden Dritteln eher ein.
Mit dem Sieg bleibt Duisburg auf Kurs in der Spitzengruppe der Oberliga Nord, weiterhin auf Platz 3 hinter Tilburg und Hannover Scorpions. Für Neuwied bleibt es dagegen bei Rang 10 von 12 Teams. Das kennt man als Verfolger des EHC in dieser Saison leider schon – die Richtung stimmt noch nicht, auch wenn der Kampfgeist im Spiel gegen Duisburg zumindest zeitweise zu sehen war.
Wer die Füchse oder den EHC in den kommenden Wochen weiterverfolgt, merkt schnell: Eishockey in der Region lebt von genau solchen Abenden. Drei Punkte für die einen, viel Arbeit für die anderen – und am Ende doch wieder der Gedanke, der uns alle verbindet, egal auf welcher Seite der Bande man steht: Hauptsache, es geht weiter.






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