
Die Kneipp-Anlage am Dörrbach im Koblenzer Stadtwald erstrahlt in neuem Glanz: Auszubildende und Forstbetrieb haben mit Eiche aus dem eigenen Wald saniert.
Wer kennt es nicht: Man läuft durch den Stadtwald, die Beine werden schwer, und dann steht da dieses kleine Becken, in dem man die Füße kühlen kann. Genau dieser Ort, die Kneipp-Anlage am Dörrbach, hat jetzt eine Auffrischung bekommen. Und die kann sich sehen lassen.
Laut einem Bericht von pfalz-gebabbel.de haben Auszubildende der Stadtgärtnerei Koblenz die Natursteinmauer der Anlage komplett neu errichtet – mit Basalt-Wasserbausteinen, bepflanzt mit Farnen und Mauerpfeffer. Das fügt sich nicht nur optisch in den Wald ein, es zeigt auch, was junge Fachkräfte können, wenn man ihnen Verantwortung gibt.
Parallel dazu hat der Forstbetrieb gemeinsam mit Schreiner Fabian Schwickert die Umrandung der Anlage erneuert. Die alten, verwitterten Holzbohlen sind raus, massive Eichenbohlen sind rein. Das Besondere daran: Die Eiche stammt nach Angaben von pfalz-gebabbel.de direkt aus dem Koblenzer Stadtwald, wurde vor drei Jahren geschlagen und in der städtischen Schreinerei aufgearbeitet. Kurze Wege, lokale Ressourcen – ein Projekt, das zeigt, wie Nachhaltigkeit ganz praktisch aussehen kann.
Björn Bareth, Ausbilder im Bereich Grünflächen- und Bestattungswesen, wird in dem Bericht mit den Worten zitiert, dass hier viele Hände ineinandergreifen – von den Auszubildenden über die Stadtgärtnerei bis zum Forstbetrieb. Genau das macht die Sache sympathisch: Es ist kein Projekt von oben herab, sondern eines, das aus der praktischen Zusammenarbeit verschiedener städtischer Bereiche entstanden ist.
Die erneuerte Anlage wurde am Sonntag, den 21. September 2025, im Rahmen des Aktionstags Waldeinblicke vorgestellt. Das Forstamt Koblenz hatte dazu von 11 bis 17 Uhr zu einem Rundgang durch den Stadtwald eingeladen, bei dem Besucherinnen und Besucher Natur, Wald und forstliche Berufe kennenlernen konnten. Die Kneipp-Anlage war dabei, wie pfalz-gebabbel.de berichtet, fester Bestandteil des Parcours – ein passender Rahmen für die Neuvorstellung.
Die Anlage bleibt das, was sie immer war: ein Platz zum Durchatmen, zum Füße kühlen, zum kurz innehalten im Grün. Damit das so bleibt, weist die Stadt Koblenz laut dem Bericht ausdrücklich darauf hin, dass das Waschen von Fahrrädern in der Anlage nicht erlaubt ist. Eine kleine Bitte, die größere Wirkung hat – schließlich soll der Ort als Gesundheits- und Erholungsplatz für alle erhalten bleiben.
Das kennt ihr vielleicht auch: Man braucht gar nicht viel, um sich im Alltag kurz zu erden. Manchmal reicht ein kühler Bachlauf im Wald. Wer das nächste Mal am Dörrbach vorbeikommt, kann ja mal die Schuhe ausziehen und schauen, was die neue Mauer und die frischen Eichenbohlen so hermachen.






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