
Bücherbasar in der Koblenzer Hohenzollernstraße unterstützt ein Ausbildungsprojekt für Mädchen in Ruanda. Alle Termine und Tipps fürs Wochenende in Koblenz.
Manchmal steckt hinter einer kleinen Ankündigung mehr, als man im ersten Moment denkt. Ein Bücherbasar, ein paar Kisten mit gelesenen Romanen und Kinderbüchern – klingt erstmal unspektakulär. Und trotzdem lohnt sich der Blick genauer, denn dahinter steckt eine Geschichte, die bis nach Ruanda reicht.
Wie Blick Aktuell berichtet, lädt Gisela Friedrich aus Koblenz am Freitag, 30. Oktober, von 13 bis 18 Uhr zum zweiten Bücherbasar im Kleiderladen der Caritas ein, Hohenzollernstraße 120. Angeboten werden gegen Spende vor allem Kinderbücher, dazu Krimis, Romane und Sachbücher für Eltern und Großeltern. Wer also noch ein Buch für die dunkle Jahreszeit sucht, wird hier vermutlich fündig.
Der Erlös ist dabei keine Nebensache. Gisela Friedrich unterstützt damit ihr Herzensprojekt in Ruanda, wie Blick Aktuell schreibt. Junge Mädchen, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen und häufig Gewalt erfahren mussten, bekommen durch die Finanzierung einer einjährigen Berufsausbildung zur Schneiderin, Friseurin oder Köchin eine echte Perspektive. Vor Ort begleitet eine Traumatherapeutin aus einem Krankenhaus in Kigali das Projekt, die die Mädchen bereits mehrfach persönlich besucht hat. Die Spenden gehen laut Blick Aktuell ohne Abzug über den Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz/Ruanda weiter – kommen also vollständig an.
Das zeigt ziemlich gut, was Koblenz ausmacht: Man muss keine große Bühne haben, um etwas zu bewegen. Ein Kleiderladen, ein paar Kisten Bücher, ein Freitagnachmittag – und am Ende verändert sich für jemanden auf der anderen Seite der Welt das Leben.
Der Bücherbasar ist natürlich nicht der einzige Termin, der in diesen Wochen in Koblenz ansteht. Wer wissen will, was sonst noch läuft, findet im Veranstaltungskalender von Koblenz-Touristik einen guten Überblick. Dort werden laufend Termine aus der Stadt und der Region gesammelt – von Stadtführungen über Märkte bis zu kulturellen Programmpunkten für Regentage ebenso wie für sonnige Nachmittage am Rhein.
Gerade jetzt, wenn die Tage kürzer werden und man abends gerne irgendwo hingeht, wo es warm und lebendig ist, lohnt sich ein Blick in diesen Kalender. Ob Stadtführung durchs historische Zentrum, ein Markt mit regionalen Produkten oder eine kleine Ausstellung – die Auswahl ist breit genug, dass für fast jeden Geschmack etwas dabei ist.
Koblenz hat diesen schönen Widerspruch: Das Deutsche Eck steht seit Ewigkeiten an seinem Platz, Rhein und Mosel fließen unbeirrt zusammen – und trotzdem passiert hier ständig etwas Neues. Ein Bücherbasar hier, eine Stadtführung dort, dazwischen Menschen wie Gisela Friedrich, die mit kleinen Aktionen große Wirkung erzielen. Das ist es, was eine Stadt lebendig macht. Nicht die großen Schlagzeilen, sondern die vielen kleinen Termine, die sich zu einem bunten Bild zusammensetzen.
Wer am Wochenende noch nichts vorhat: Vielleicht ist ja ein Abstecher in die Hohenzollernstraße drin, bevor der Basar am Freitagabend schließt. Oder man schaut einfach mal in den Kalender von Koblenz-Touristik, was sonst noch so ansteht. Zuhause fängt schließlich oft genau dort an, wo man zuletzt hingeschaut hat.






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