
Der EHC Neuwied verliert sein Heimspiel gegen die Herner EV Miners mit 2:4, nach 2:0-Führung dreht Herne die Oberliga-Partie im Icehouse Neuwied.
Zwei Punkte, die man sich im Icehouse schon ausgerechnet hatte, sind am Ende doch an den Gast gegangen. Der EHC Neuwied hat sein Heimspiel gegen die Herner EV Miners am Ende mit 2:4 verloren, obwohl die Mannschaft lange auf der Siegerstraße unterwegs war. Nach Angaben von eishockey.info verfolgten 1.405 Zuschauer die Partie im Icehouse Neuwied – eine Kulisse, die zeigt, wie sehr die Oberliga in der Region lebt.
Dabei fing für die Gastgeber alles nach Plan an. Christian Sprez brachte Neuwied nach gut zehn Minuten in Führung, vorbereitet von Matteas Derraugh und Tom Chetik. Nur rund zwei Minuten später legte Sprez‘ Sturmpartner Matteas Derraugh selbst nach und stellte auf 2:0, diesmal mit Vorlagen von Juuso Rajala und Christian Sprez. Mit diesem komfortablen Polster ging es in die erste Pause.
Im Mittelabschnitt zeigte sich dann, warum man ein Eishockeyspiel nie vor der Schlusssirene abhakt. Raik Rennert verkürzte für die Herner EV Miners auf 2:1, bedient von Bauer Neudecker und Christian Kretschmann. Nur kurze Zeit später war es Kretschmann selbst, der nach Zuspiel von Nick Ford und Justus Meyl zum 2:2 traf. Mit diesem Ausgleich ging es in die zweite Drittelpause – aus einer vermeintlich klaren Führung war ein offenes Spiel geworden.
Im Schlussdrittel behielten dann die Gäste die Nerven. Nick Ford traf zum 2:3 für die Herner EV Miners, erneut vorbereitet von Christian Kretschmann und Bauer Neudecker. Den Schlusspunkt setzte Raik Rennert kurz vor Ende mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 2:4-Endstand, assistiert von Daniel Reichert.
Beide Teams kassierten jeweils zwölf Strafminuten, die Partie blieb damit im üblichen Rahmen. Für den EHC Neuwied bedeutet die Niederlage, dass die Mannschaft mit 12 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz der Oberliga Nord steht. Die Herner EV Miners holten sich mit dem Auswärtserfolg wichtige Punkte im Tabellenkeller und liegen mit 9 Punkten auf Rang elf. Wer die Tabelle der Oberliga Nord verfolgt, sieht: Tilburg führt das Feld mit 31 Punkten deutlich an, während sich im unteren Mittelfeld – genau dort, wo Neuwied gerade steht – die Abstände eng beieinander halten.
Für die Fans im Icehouse bleibt ein Spiel mit zwei Gesichtern: eine starke erste Drittelhälfte, dann ein Nachlassen, das am Ende den Unterschied machte. Die Tabelle zeigt, dass in der Oberliga Nord noch nichts entschieden ist – weder nach oben, noch nach unten.






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