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Doppeltes Glück im Zoo Neuwied: Saruskranich zieht fremdes Küken groß

Zoo Neuwied: Ein Saruskranich hat erfolgreich ein Paradieskranich-Ei ausgebrütet – dank eines cleveren Tricks mit Gipsei und doppeltem Nachwuchs.

Redaktion
·
26. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 7 Tagen

Ein Trick mit großer Wirkung

Manchmal braucht es ein bisschen Pfiffigkeit, damit die Natur ihren Lauf nehmen kann. Im Zoo Neuwied ist den Tierpflegern genau das gelungen: Ein Saruskranichweibchen hat das Ei eines Paradieskranichs ausgebrütet, weil die Paradieskraniche selbst in der Vergangenheit Schwierigkeiten beim Ausbrüten ihrer eigenen Eier hatten. Wie aktuell4u.de berichtet, griffen die Pfleger deshalb zu einer ungewöhnlichen Methode.

Kein Wunder, dass man so etwas nicht einfach ausprobiert, ohne vorher zu testen, ob es überhaupt funktioniert. Die Pfleger setzten dem Saruskranichweibchen zunächst ein Gipsei vor, das in Größe und Farbe dem echten Paradieskranich-Ei täuschend ähnlich war. Das Weibchen ließ sich nicht beirren, setzte sich auf das künstliche Ei und begann zu brüten. Noch am selben Tag tauschten die Pfleger das Gipsei gegen das echte Ei aus, wie aktuell4u.de schreibt. Kurz darauf schlüpfte das Küken — betreut von Pflegeeltern, die eigentlich einer anderen Art angehören.

Doppelter Nachwuchs für eine gefährdete Art

Während das erste Küken bei seinen Saruskranich-Pflegeeltern aufwächst, blieb es bei den Paradieskranichen selbst nicht bei einem Fehlversuch: Das Weibchen legte ein weiteres Ei, das diesmal erfolgreich ausgebrütet wurde. Damit gibt es im Zoo Neuwied nun gleich zwei junge Paradieskraniche.

Das ist mehr als eine nette Randnotiz für Tierfreunde. Paradieskraniche gelten laut der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet, wie aktuell4u.de berichtet. Jeder erfolgreiche Schlupf zählt deshalb für die Erhaltungszucht dieser Art — und der Umweg über die Pflegeeltern aus einer anderen Kranichart zeigt, wie viel Erfindergeist hinter so einem Zuchterfolg steckt.

Nachwuchs zum Anschauen

Für den Zoo Neuwied ist der doppelte Nachwuchs ein wichtiger Erfolg bei der Erhaltungszucht der gefährdeten Vogelart. Besucherinnen und Besucher können die beiden jungen Paradieskraniche inzwischen im Zoo entdecken.

Wer also demnächst ohnehin am Deutschen Eck vorbeikommt oder einen Ausflug an die Mosel plant — ein kleiner Abstecher in den Zoo Neuwied lohnt sich gerade besonders. Zwei Küken, ein cleverer Trick, und eine Geschichte, die zeigt, dass Artenschutz manchmal mit einem Gipsei beginnt.

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