
Das Kondertal zwischen Dieblich und Waldesch: Geschichte, Natur und die L 208 mitten durch ein Tal mit Konderbach, alten Mühlen und Wanderwegen.
Wer zwischen Dieblich und Waldesch unterwegs ist, kommt an einem besonderen Fleck Natur kaum vorbei: dem Kondertal. Mitten durch dieses Tal verläuft die Landesstraße 208 — eine Verbindung, die durch dichten Wald und entlang eines kleinen Baches führt, der es in sich hat.
Der Konderbach ist, wie die Angaben auf de-academic.com zeigen, ein rund 5,54 Kilometer langer Nebenfluss der Mosel. Er entspringt südwestlich von Waldesch auf etwa 369 Metern Höhe und fließt überwiegend in nördliche Richtung, bis er bei der Schmitzemühle gegenüber von Winningen in die Mosel mündet. Auf seinem Weg überwindet er dabei einen Höhenunterschied von 297 Metern und entwässert ein Gebiet von knapp 17,68 Quadratkilometern.
Zufluss bekommt der Bach unter anderem vom Rother Bächelchen und vom Eschbach, der als bedeutendster Nebenfluss gilt. Nur rund 200 Meter nach der Mündung des sogenannten Hommelsgrabens quert die Kreisstraße K 69 den Bach in einer Serpentine — kurz darauf erreicht dann die Landesstraße 208 den enger werdenden Talgrund.
Das Kondertal hat mehr zu bieten als nur Landschaft. Laut den überlieferten Angaben wird im Gebiet von einer keltischen und römischen Besiedlung ausgegangen. Archäologische Forschungen legten Reste einer Höhenburg in schwer zugänglicher Hanglage frei, und bis ins 20. Jahrhundert wurden im Kondertal Blei- und Silbererze abgebaut — ein Bergbau, der möglicherweise schon in die Antike zurückreicht.
Im unteren Kondertal standen zudem einst drei Mühlen, die bereits 1429 urkundlich erwähnt wurden. Die unterste davon, seit 1822 als Schmitzemühle bekannt, lässt ihre frühere Funktion bis heute deutlich erkennen.
Heute ist das Kondertal vor allem eines: ein Naherholungs- und Wandergebiet. Wege führen über mehrere Bachüberquerungen und alte Holzbrücken entlang bemooster Schieferfelsen. Parallel zur L 208 lässt sich das Tal von Waldesch sowie vom Remstecken aus über verschiedene Wanderwege entlang von Remstecker Bach und Eschbach erkunden.
Auf dem letzten Kilometer vor der Mündung säumen einige Wohnhäuser und ein Hotel den Konderbach, ehe er die Schmitzemühle erreicht und in die Mosel fließt.
Für alle, die mit dem Auto die L 208 durch das Tal nehmen: Es lohnt sich, hin und wieder anzuhalten. Ein Stück Landschaft, das seine Geschichte nicht laut erzählt, sondern einfach da ist — zwischen Dieblich, Waldesch und der Mosel.






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