
FC Cosmos Koblenz trennt sich von Trainer Gökkurt nach nur sechs Spielen – mitten im Abstiegskampf steht schon der nächste Trainerwechsel an.
Wer in dieser Saison beim FC Cosmos Koblenz auf der Trainerbank sitzt, sollte sich besser nicht zu gemütlich einrichten. Der Oberligist hat sich von Cheftrainer Koray Gökkurt und seinem Co-Trainer Arif Cinar getrennt – mit sofortiger Wirkung, nach nur sechs Spielen im Amt. Wie der Verein mitteilt, war der „anhaltende Negativtrend“ der Grund für die Entscheidung. Kennt man das Gefühl, wenn man gerade erst ankommt und schon wieder gehen muss? Gökkurt dürfte es gerade so gehen.
Dabei hatte es zwischenzeitlich richtig gut ausgesehen. Nach einem bitteren 1:6 zum Einstand in Pirmasens drehte Gökkurt die Stimmung: Gegen die zweite Mannschaft von SV Elversberg gab es einen 2:1-Sieg, anschließend setzte sich Cosmos mit 3:1 beim SV Auersmacher durch. Sechs Punkte aus zwei Partien, das roch nach Aufbruch. Doch dann kam der Rückfall. Gegen den SV Gonsenheim und bei Rot-Weiss Wittlich verlor Cosmos jeweils mit 1:2, und die vergangene Heimniederlage gegen den TSV Gau-Odernheim fiel mit 0:4 besonders deutlich aus – die dritte Pleite in Serie. Unter dem Strich bleibt Gökkurt eine Bilanz von zwei Siegen und vier Niederlagen in sechs Spielen, wie flutlicht-helden.de berichtet.
Die Personalie reiht sich ein in eine lange Liste. Gökkurt war erst im September von Admir Softic übernommen worden, nachdem dieser nach einem durchwachsenen Saisonstart mit sieben Punkten aus acht Spielen gehen musste. Wie merkurist.de berichtet, ist Gökkurt bereits der fünfte Trainer innerhalb der vergangenen drei Jahre bei Cosmos, dessen Amtszeit nach weniger als einem halben Jahr endet. Das sagt einiges über die Unruhe, die gerade auf dieser Position herrscht – und über den Druck, der auf allen lastet, die sich dort versuchen.
Sportlich bleibt die Lage ernst. Nach 14 Spielen steht der FC Cosmos Koblenz mit 13 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar – mittendrin im Abstiegskampf, wie merkurist.de einordnet. Die beiden Siege Ende September und Anfang Oktober haben gezeigt, dass in dieser Mannschaft durchaus Qualität steckt. Nur fehlt bislang die Konstanz, die eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel herausführt. Und genau diese Konstanz ist es, die der Verein jetzt dringend braucht – egal, wer am Ende auf der Bank sitzt.
Besonders unglücklich ist der Zeitpunkt. Wer trainiert die Mannschaft beim nächsten Spiel? Das war zum Zeitpunkt der Freistellung noch offen. Dabei drängt die Zeit: Bereits am Samstag, den 31. Oktober, stand um 14 Uhr das Auswärtsspiel und Stadtduell bei der TuS Koblenz an. Ausgerechnet vor diesem Lokalvergleich muss der Verein also einen weiteren Wechsel auf der Trainerbank verkraften – keine einfache Ausgangslage für eine Mannschaft, die ohnehin schon unter Zugzwang steht.
Trainerwechsel gehören im Amateur- und Halbprofifußball zum Alltag, keine Frage. Aber fünf Wechsel in drei Jahren, das ist schon eine Hausnummer. Für die Fans von Cosmos bedeutet das vor allem eins: abwarten und schauen, ob die nächste Lösung die Mannschaft endlich stabilisiert. Der Rhein fließt weiter, die Mosel auch – und der Abstiegskampf in der Oberliga wartet nicht auf den passenden Moment. Wer die Spiele verfolgt, weiß: Jetzt zählt jeder Punkt.






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