
Erpel wählt am 8. November einen neuen Bürgermeister: Wahlzeiten, Briefwahlfrist, Stichwahltermin und ein Kandidat, der vorab das Gespräch mit Bürgern suchte.
Wer schon mal am Rhein zwischen Linz und Unkel unterwegs war, kennt Erpel – kleine Ortsgemeinde, großes Ehrenmal, Blick übers Wasser. Am 8. November wird dort gewählt, und zwar neu: Erpel bekommt einen neuen Bürgermeister. Von 8 bis 18 Uhr sind die Wahllokale geöffnet, so steht es in der offiziellen Bekanntmachung der Ortsgemeinde Erpel.
Wahlberechtigt ist, wer im Wählerverzeichnis steht oder einen Wahlschein hat. Wer nicht per Brief wählt, muss in den Wahlraum, der auf der Wahlbenachrichtigung angegeben ist – und sollte Benachrichtigung sowie Personalausweis dabeihaben. Das kennt man ja von jeder Wahl, trotzdem schadet die Erinnerung nicht.
Wer nicht im Wahlraum selbst wählen möchte, konnte laut der Ortsgemeinde Erpel bis Freitag, 6. November 2026, 18 Uhr, einen Wahlschein samt Briefwahlunterlagen beantragen. Nur bei plötzlicher Erkrankung, die den Weg ins Wahllokal unzumutbar macht, war ein späterer Antrag bis zum Wahltag, 15 Uhr, noch möglich. Diese Ausnahme gilt auch für Menschen, die ohne eigenes Verschulden nicht im Wählerverzeichnis auftauchen.
Auf dem Stimmzettel stehen die Bewerberinnen und Bewerber mit Namen, Beruf und Wohnort. Entscheidend wird sein, ob jemand gleich mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen holt. Klappt das nicht, geht es laut Ortsgemeinde Erpel am 29. November 2026 in eine Stichwahl – wieder von 8 bis 18 Uhr. Wahlhandlung und Auszählung sind öffentlich, das Wahlrecht darf nur persönlich und einmal ausgeübt werden, Vertretung ist ausgeschlossen.
Vor der Wahl wollte zumindest einer der Bewerber die Erpelerinnen und Erpeler nicht nur über den Stimmzettel kennenlernen, sondern im direkten Austausch. Wie der NR-Kurier berichtet, lud Dieter Tentler, Bewerber der Wählergruppe „Demokratie vor Ort Erpel e.V.“ (DvOE), am Samstag, 24. Oktober 2026, ab 10.30 Uhr zu einem Bayerischen Frühstück in Stegers Dorfladen in der Kölner Straße 36 ein – mitten im Ortszentrum.
Nach Angaben des NR-Kurier ist der 69-jährige Diplom-Verwaltungswirt mit der Einladung angetreten, sich den Bürgerinnen und Bürgern in entspannter Atmosphäre zu zeigen und offene Fragen zu beantworten. Eine Anmeldung war nicht nötig, wer vorbeischauen wollte, konnte einfach kommen. Genau diese Gelegenheit zum Kennenlernen vor der Wahl am 8. November war der erklärte Zweck der Veranstaltung, wie der NR-Kurier schreibt.
Ob am Frühstückstisch im Dorfladen oder beim Blick auf die Wahlbenachrichtigung am Küchentisch – die Erpelerinnen und Erpeler hatten in den Wochen vor dem 8. November mehrere Gelegenheiten, sich ein Bild zu machen. Und genau darum geht’s bei einer Bürgermeisterwahl: nicht um große Bühnen, sondern darum, wer die nächsten Jahre die Geschicke der eigenen Ortsgemeinde lenkt. Fällt am 8. November keine klare Entscheidung, wissen die Wahlberechtigten schon jetzt, wann der zweite Anlauf kommt: der 29. November.
Wer mitreden will, wie es in seiner Gemeinde weitergeht, braucht dafür keine große Bühne – ein Kreuz auf dem Stimmzettel reicht.






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Antenne Koblenz
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.