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Braubach zeigt seine Weinseele: Ausstellung „Krone, Rebe, Bacchus“

Vom 31. Oktober bis 14. November zeigt Braubach mit „Krone, Rebe, Bacchus“ historische Fotos und Exponate zur Weinkultur der Stadt – ein Blick auf gelebte…

Redaktion
·
31. Oktober 2026
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Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Wenn der Weinberg zur Zeitreise wird

Braubach und der Wein – das gehört zusammen wie der Rhein und seine Schleifen. Wer durch die Marksburgstadt läuft, ahnt schon, dass hier mehr steckt als ein paar Rebstöcke am Hang. Vom 31. Oktober bis zum 14. November zeigt die Ausstellung „Krone, Rebe, Bacchus“ in der Rathausstraße 8, wie eng die Geschichte der Stadt mit dem Weinbau verwoben ist. Veranstalter ist der Verkehrs- und Verschönerungsverein Braubach e. V., und der Titel der Schau bringt es auf den Punkt: „Die Weinkultur der Stadt Braubach im Wandel der Zeit“.

Das klingt erstmal nach Lokalgeschichte zum Nachlesen. Ist es aber nicht nur. Laut Angaben der Tourist-Information Braubach, veröffentlicht auf mittelrhein-wein.com und welterbe-mittelrheintal.de, geht es in der Ausstellung um weit mehr als trockene Jahreszahlen. Gezeigt werden historische Fotografien und ausgewählte Exponate aus dem 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart – Material, das Einblicke gibt in das Leben rund um Krone, Rebe und Bacchus. Von der harten Arbeit im Weinberg bis zur geselligen Weinprobe spannt sich der Bogen.

Winzerfest, Weinhoheiten und ein Stück Alltagsgeschichte

Besonders spannend wird es dort, wo die Ausstellung die Atmosphäre des Braubacher Winzerfestes einfängt und die Weinhoheiten der Stadt vorstellt. Wer schon mal bei einem Winzerfest am Mittelrhein stand, weiß, dass das keine bloße Folklore ist, sondern gelebte Gemeinschaft – und genau diese Verbindung aus Tradition und Alltag will die Schau sichtbar machen. Die Veranstalter sprechen von einem „genussvollen Blick auf gelebte Tradition und lebendige Weinkultur“, und das trifft es ganz gut: Es geht nicht um ein Museum im klassischen Sinn, sondern um Erinnerungsstücke, die zeigen, wie Generationen von Braubachern mit dem Wein gelebt haben.

Dass der Weinbau hier Tradition hat, zeigt sich schon daran, dass die Ausstellung bewusst einen weiten zeitlichen Bogen schlägt – vom frühen 20. Jahrhundert bis heute. Wer sich für Regionalgeschichte interessiert, bekommt hier also nicht nur einen Schnappschuss, sondern eine Entwicklung über Jahrzehnte zu sehen. Das ist genau die Art von Geschichte, die man nicht in Geschichtsbüchern findet, sondern nur, wenn jemand die alten Fotos und Objekte aus dem Keller holt und sie ans Licht bringt.

Öffnungszeiten und Praktisches

Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte die unterschiedlichen Öffnungszeiten im Blick behalten. Nach Angaben der Tourist-Information Braubach ist die Schau am 31. Oktober sowie am 7. und 14. November jeweils von 9:30 bis 13:00 Uhr geöffnet. An den übrigen Tagen – vom 2. bis 6. November und vom 9. bis 13. November – hat „Krone, Rebe, Bacchus“ von 9:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Der Ort: Rathausstraße 8 in 56338 Braubach, direkt bei der Tourist-Information, die unter der Telefonnummer 02627 976001 oder per E-Mail an info@braubach.de erreichbar ist.

Die Lage mitten in der Stadt macht den Besuch unkompliziert – ein kurzer Abstecher zwischen Spaziergang am Rhein und Blick hinauf zur Marksburg. Und vielleicht ist das auch die beste Art, sich dieser Ausstellung zu nähern: nicht als Pflichttermin, sondern als kleinen Umweg, den man sich gönnt, wenn man ohnehin in Braubach unterwegs ist.

Mehr als nur eine Schau über Wein

Wer sich fragt, warum ausgerechnet Braubach eine solche Ausstellung auf die Beine stellt, muss nur einen Blick auf die Lage der Stadt werfen. Zwischen Rhein und Steillagen hat der Weinbau hier über Generationen das Bild der Region geprägt – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell. Die Ausstellung „Krone, Rebe, Bacchus“ macht genau das sichtbar: wie aus harter Arbeit im Weinberg über die Jahre ein Fest, eine Tradition, ein Stück Identität wurde.

Für alle, die am Mittelrhein zuhause sind oder sich einfach für die Geschichte der Region interessieren, lohnt sich ein Blick in die Rathausstraße. Es ist diese Art von Ausstellung, die nicht laut daherkommt, aber genau deshalb im Gedächtnis bleibt – weil sie zeigt, dass Heimat manchmal in alten Fotografien und vergilbten Erinnerungsstücken steckt, die darauf warten, wieder entdeckt zu werden.

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