
Ab 2. November gilt im Kreis Neuwied wieder der Winterrhythmus der Biotonne: dreiwöchentliche Leerung. So entsorgst du Herbstlaub trotzdem clever.
Herbstlaub liegt auf den Gehwegen, die Tage werden kürzer — und auch die Biotonne im Kreis Neuwied stellt sich auf die kalte Jahreszeit ein. Ab Montag, den 2. November, kehrt die Abfallwirtschaft Landkreis Neuwied AöR zum Winterabfuhrrhythmus zurück. Das bedeutet: Der Bioabfall wird künftig wieder alle drei Wochen abgeholt, statt wie im Sommer häufiger. Wer regelmäßig in den Abfuhrkalender oder die zugehörige App schaut, muss sich übrigens nicht extra merken, wann sich etwas ändert — die Umstellung ist dort bereits hinterlegt.
Klingt erstmal nach einer kleinen bürokratischen Randnotiz. Ist es aber nicht ganz, wenn man bedenkt, was gerade überall in den Gärten und auf den Straßen liegt: Laub, jede Menge Laub. Und da stellt sich schnell die Frage, die sich wohl viele im Kreis gerade stellen — reicht das Volumen der Biotonne dann überhaupt noch?
Die Antwort der Abfallwirtschaft ist eindeutig: Die Biotonne ist in erster Linie für Speisereste gedacht, nicht für Grünschnitt und Laub. Wer also befürchtet, dass die Tonne jetzt überquillt, kann beruhigt sein — es gibt dafür extra Lösungen, die komplett losgelöst vom Abfuhrrhythmus der Biotonne funktionieren.
Konkret heißt das: An allen drei Wertstoffhöfen im Kreis Neuwied können Bürgerinnen und Bürger montags bis samstags bis zu zwei Kubikmeter Grünschnitt pro Tag kostenfrei abgeben. Wer mehr loswerden möchte, kann eine Abholung anmelden — hier sind bis zu fünf Kubikmeter pro Termin möglich, ebenfalls kostenfrei. Diese Grünschnittanmeldung läuft unkompliziert online über www.abfall-nr.de oder klassisch über die postalische Anmeldekarte, die im Abfuhrkalender liegt. Falls die Karte mal verlegt wurde: Ersatzkarten gibt es bei den Verbandsgemeindeverwaltungen, bei der Stadt- und Kreisverwaltung sowie direkt an den Wertstoffhöfen.
Ein paar praktische Hinweise gibt es noch dazu, die den Müllwerkern die Arbeit erleichtern — und damit letztlich auch dafür sorgen, dass alles zügig geht. Äste sollten mit Garn gebündelt werden, maximal 1,5 Meter lang, damit sie sich mit wenigen Handgriffen verladen lassen. Laub wiederum gehört in offene Behälter, etwa Bütten, Wannen oder Grünschnittsäcke. Der Vorteil: Diese können von den Müllwerkern geleert und anschließend wieder zurückgelassen werden, statt mitgenommen zu werden.
Wer noch Fragen zum Thema Herbstlaub oder zur Entsorgung allgemein hat, findet bei der Abfallberatung des Kreises ein offenes Ohr. Und auch das Abfall-ABC auf abfall-nr.de hält für die meisten Fragen rund um Mülltrennung und Entsorgung eine Antwort bereit.
Der Herbst bringt im Kreis Neuwied ohnehin einiges in Bewegung — nicht nur bei der Abfallentsorgung. In der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach etwa stehen in den kommenden Wochen die traditionellen St.-Martin-Umzüge an, verteilt über zahlreiche Ortsgemeinden von Anhausen bis Waldbreitbach. Wie das Mitteilungsblatt RW-DIREKT der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach informiert, finden die Umzüge an unterschiedlichen Terminen zwischen Anfang und Mitte November statt, jeweils mit eigenem Treffpunkt in der jeweiligen Ortsgemeinde. Wer also ohnehin schon den Grünschnitt zum Wertstoffhof bringt, kann im selben Atemzug checken, wann in der eigenen Gemeinde der Laternenumzug startet.
Das zeigt ganz gut, wie die Jahreszeit gerade überall ihre Spuren hinterlässt — bei der Mülltrennung genauso wie im Veranstaltungskalender. Der Herbst räumt auf, bündelt und bringt gleichzeitig neue Termine mit sich. Wer sich jetzt kurz Zeit nimmt, den Abfuhrkalender zu checken und vielleicht gleich eine Grünschnittabholung anzumelden, hat für die nächsten Wochen Ruhe. Und das Laub vor der Haustür? Das findet seinen Weg zum Wertstoffhof — nicht in die Biotonne.






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