
Am 26. Oktober ist die B 9-Auffahrt bei Weißenthurm Richtung Köln wegen Schutzplankenarbeiten gesperrt.
Wer am 26. Oktober über Weißenthurm auf die B 9 in Richtung Köln auffahren will, braucht einen Umweg. Zwischen 9 und 15 Uhr lässt sich die Auffahrt an der Anschlussstelle Weißenthurm nicht nutzen. Grund sind Reparaturarbeiten an den Schutzplanken, wie der NR-Kurier unter Berufung auf eine Pressemitteilung berichtet. Eine Tagesbaustelle also, keine wochenlange Geschichte – aber eben doch spürbar für alle, die diese Strecke sonst im Autopilot fahren.
Die ausgeschilderte Umleitung führt über eine Wendefahrt an der Anschlussstelle Urmitz/Rhein. Klingt nach ein paar Minuten mehr im Alltag, ist aber machbar, wenn man es weiß. Und genau deshalb lohnt sich der Blick in den Kalender, bevor man am 26. Oktober gedankenverloren Richtung Köln lenkt.
Schutzplanken sind keine Kleinigkeit. Sie halten Fahrzeuge auf der Fahrbahn, wenn mal etwas schiefgeht – und genau deshalb müssen sie in Schuss sein. Die Arbeiten dienen laut Pressemitteilung der Instandhaltung und der Verkehrssicherheit der Bundesstraße. Der Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz bittet darum, Sperrung und Umleitung zu beachten. Klingt nach Standardsatz, ist aber im Zweifel der Unterschied zwischen einem entspannten Vormittag und einem Stau auf der Umleitungsstrecke.
Wer regelmäßig zwischen Mosel und Rhein unterwegs ist, merkt: Die B 9 bei Weißenthurm ist bei weitem nicht die einzige Stelle, an der gerade gearbeitet wird. Die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel listet in ihrer Übersicht zu aktuellen Straßensperrungen gleich mehrere Baustellen auf, die Autofahrerinnen und Autofahrer in der Region derzeit beschäftigen.
Da wäre zum Beispiel die L 208 bei Dieblich. Dort wird ab dem 26. Oktober 2026 die Stützwand Konderbach im Rahmen einer Notmaßnahme instandgesetzt, weil bei einer Untersuchung erhebliche Auskolkungen am Fuß der talseitigen Stützwand festgestellt wurden – abschnittsweise auf rund 180 Metern Länge und bis zu 1,20 Meter tief. Während der Arbeitszeiten muss der Streckenabschnitt voll gesperrt werden, eine halbseitige Sperrung ist aus bautechnischen Gründen nicht möglich. Außerhalb der Arbeitszeiten, voraussichtlich ab etwa 16.30 Uhr bis zum nächsten Morgen gegen 8 Uhr, sowie an Wochenenden bleibt die Strecke einstreifig mit Ampel befahrbar. Der Verkehr wird in dieser Zeit über B 49, B 411 und K 69 in Richtung Waldesch umgeleitet. Die Arbeiten sollen nach jetzigem Stand im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein.
Auch auf der B 49 in der Ortsdurchfahrt Oberfell geht es weiter: Gewährleistungsarbeiten an der Fahrbahn ziehen sich witterungsbedingt noch bis voraussichtlich Ende der 42. Kalenderwoche hin, mit Tagesbaustellen und kurzzeitigen Einschränkungen während der Arbeitszeiten.
Deutlich länger beschäftigt die Region die Bahnbrücke in Hatzenport im Zuge der L 113. Die Sanierung läuft bereits seit dem 22. September 2025 unter Vollsperrung, und nach aktuellem Stand ist erst im Frühjahr 2027 mit der Fertigstellung zu rechnen. Zusätzliche Schäden am Bauwerk, die erst während der laufenden Arbeiten sichtbar wurden, haben die Bauzeit verlängert. Der Verkehr läuft weiterhin über B 416, K 41, K 43 und K 42 in Richtung Münstermaifeld um, während für Fußgängerinnen und Fußgänger ein Gehweg an der Brücke erhalten bleibt, damit Anwohner und Besucher des dortigen Medizinischen Versorgungszentrums ohne Umweg zu Fuß ankommen.
Und dann ist da noch die B 49 zwischen Koblenz-Moselweiß und Koblenz-Lay, wo seit Jahren am Ausbau mit neuem Rad- und Gehweg gearbeitet wird. Ursprünglich war die Fertigstellung erst für Frühjahr 2028 vorgesehen, nach einer Beschleunigung des Bauablaufs soll die Maßnahme nun Ende Oktober 2026 abgeschlossen sein. Seit Juni 2026 liefen unter anderem die Montage der Schutzplanken, die Herstellung der Ösenankerzäune und die Gestaltung der Spitzbetonwände. Der neue Rad- und Gehweg wird laut Landesbetrieb Mobilität Cochem-Koblenz erst nach Abschluss aller Arbeiten freigegeben.
Nicht zuletzt gilt auf der K 41 zwischen Alken und Löf seit dem 10. April 2026 eine Gewichtsbeschränkung: Die Moselbrücke dürfen nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen befahren, mit einem Mindestabstand von zehn Metern zwischen den Fahrzeugen. Grund sind statische Überprüfungen, die zeigten, dass die Tragfähigkeit der rund 54 Jahre alten Brücke in Teilbereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Erste belastbare Ergebnisse zu möglichen Verstärkungsmaßnahmen werden im zweiten Halbjahr 2026 erwartet.
Kein Grund zur Panik, aber ein guter Grund, kurz vor der Fahrt den Mobilitätsatlas des Landes unter verkehr.rlp.de zu checken. Gerade an einem Tag wie dem 26. Oktober, wenn gleich zwei Baustellen in der Region aktiv sind – die Schutzplanken bei Weißenthurm und die Stützwand bei Dieblich – lohnt sich der Blick aufs Handy, bevor man losfährt. Wer früh aufsteht, hat den Rhein für sich, aber auch die Umleitungsschilder sollte man kennen, bevor der Kaffee kalt wird.






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