
Ab 27. Juli ist die B 49 zwischen Neuhäusel und Montabaur zwei Wochen voll gesperrt. Alle Infos zur Sanierung, den Kosten und der Umleitungsstrecke.
Wer regelmäßig zwischen Neuhäusel und Montabaur unterwegs ist, kennt die Stellen, an denen es auf der B 49 ruppig wird. Genau dort setzt jetzt die lang angekündigte Sanierung an. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez beginnt ab Montag, 27. Juli, mit der Erneuerung eines rund 1.700 Meter langen Streckenabschnitts – vom Parkplatz „Butterweg“ bis zur Einmündung B49/L309, also der Lkw-Umfahrung in Richtung Hillscheider Stock.
Und weil an der Stelle eben nicht nur ein bisschen geflickt wird, sondern die komplette Asphaltdeck- und Binderschicht runter und neu drauf muss, bleibt den Verantwortlichen keine andere Wahl: Die Strecke wird für die Dauer der Arbeiten voll gesperrt. Eine halbseitige Führung des Verkehrs ist laut Landesbetrieb aus Gründen des Arbeitsschutzes und wegen der bautechnischen Gegebenheiten schlicht nicht machbar.
Ein Blick auf die Fahrbahn verrät, worum es geht. Die Rhein-Zeitung beschreibt in ihrer Berichterstattung Abplatzungen und Schlaglöcher auf Höhe des Butterwegparkplatzes – noch nicht extrem tief, aber mit dem Potenzial, weiter aufzureißen. Gerade für Motorrad- und Fahrradfahrer kann das gefährlich werden, wenn aus einer kleinen Kante plötzlich eine echte Stolperfalle wird.
Genau deshalb greift der Landesbetrieb jetzt durch, bevor aus den Schäden ein größeres Problem wird. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei rund 480.000 Euro, getragen von der Bundesrepublik Deutschland. Keine kleine Summe, aber eine, die sich auszahlt, wenn die Strecke danach wieder für Jahre hält, was sie verspricht: eine ruhige Fahrt ohne Huckel.
Rund zwei Wochen soll die Vollsperrung dauern. Das klingt erstmal nach einer Weile, ist bei einer Sanierung dieses Umfangs aber ein überschaubarer Zeitraum. Wer die Strecke sonst täglich nutzt, muss sich in dieser Zeit auf Umwege einstellen – und genau hier wird es für viele Pendlerinnen und Pendler aus der Region interessant.
Der Landesbetrieb Mobilität Diez hat eine großräumige Umleitung ausgeschildert. Wer von Koblenz in Richtung Montabaur unterwegs ist, fährt über die B 42 und die B 260 nach Bad Ems und von dort weiter über die L 327. In der Gegenrichtung, also von Montabaur nach Koblenz, geht es über die A 3 Richtung Köln und anschließend über die A 48 zurück.
Das bedeutet für den Alltag: etwas mehr Zeit einplanen, vor allem zu den Stoßzeiten. Auch wer mit dem Bus unterwegs ist, sollte aufmerksam bleiben. Der Landesbetrieb weist ausdrücklich darauf hin, dass sich Fahrpläne im Buslinienverkehr während der Bauphase ändern können. Ein Blick auf die Hinweise der jeweiligen Verkehrsunternehmen lohnt sich also, bevor man wie gewohnt an der Haltestelle steht.
Der Landesbetrieb bittet um Verständnis für die Unannehmlichkeiten, die eine solche Vollsperrung zwangsläufig mit sich bringt. Wer kann, weicht in den zwei Wochen vielleicht aufs Rad aus oder legt die Fahrt etwas anders in den Tagesablauf. Am Ende steht eine Fahrbahn, die wieder das tut, was sie soll: tragen, ohne zu holpern.
Bis es so weit ist, heißt es: Umleitung nutzen, ausgeschilderte Strecke folgen, und die paar zusätzlichen Minuten als das sehen, was sie sind – eine Investition in eine Straße, die man danach wieder gern fährt.






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