
Die Klima-Werkstatt Andernach startet im Herbst 2026 eine Obstbaum-Pflanz-Challenge: Vereine, Schulen und Bürger pflanzen gemeinsam für mehr Grün und…
Kennst du das, wenn du durch deine Straße gehst und denkst: hier könnte eigentlich noch ein Baum stehen? Genau dieser Gedanke steckt hinter der Obstbaum-Pflanz-Challenge, die die Klima-Werkstatt Andernach für den Herbst 2026 auf die Beine gestellt hat. Die Idee ist einfach und trotzdem groß: möglichst viele Obstbäume im gesamten Stadtgebiet und in den Stadtteilen pflanzen – mit Vereinen, Nachbarschaften, Schulen, Kitas, Senioreneinrichtungen, Unternehmen und ganz normalen Bürgerinnen und Bürgern, die einfach Lust haben, etwas Bleibendes zu schaffen.
Wie die Klima-Werkstatt Andernach mitteilt, geht es dabei um mehr als nur ein paar zusätzliche Bäume im Stadtbild. Obstbäume spenden Schatten, verbessern das Kleinklima vor Ort und liefern am Ende sogar noch leckeres Obst. Das Portal Andernach-Kell beschreibt die Aktion als konkreten Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel – und zwar einen, den jeder und jede direkt mitgestalten kann, ob im eigenen Garten, auf einer Vereinsfläche oder an einem geeigneten Standort im öffentlichen Raum, natürlich in Abstimmung mit der Stadtverwaltung.
Mitmachen kann man auf unterschiedliche Weise. Entweder man pflanzt selbst einen oder mehrere Bäume, oder man wirbt im eigenen Umfeld – im Verein, in der Familie, im Freundeskreis – dafür, dass noch mehr Leute mitziehen. Wer kein eigenes Stück Erde zur Verfügung hat, kann die Challenge auch finanziell unterstützen oder eine geeignete Fläche für zusätzliche Bäume anbieten. Der Förderverein Pro Klima e.V., der die Klima-Werkstatt Andernach trägt, sammelt dafür Spenden, mit denen weitere Bäume angeschafft und gepflanzt werden.
Das zeigt: Hier ist niemand außen vor. Ob du einen großen Garten hast oder einfach nur weißt, wer in deiner Straße eine Ecke frei hat – jeder Beitrag zählt. Und genau das macht solche Projekte aus. Sie leben davon, dass viele kleine Entscheidungen zusammen etwas Großes ergeben.
Im Oktober startet die eigentliche Pflanzaktion der Klima-Werkstatt. Vorher, in der ersten Septemberhälfte, gibt es laut Klima-Werkstatt Andernach eine öffentliche Info-Veranstaltung, bei der es praktische Tipps zur Pflanzung und Pflege gibt und die organisatorischen Details erklärt werden. Wer mitmachen, sponsern oder einfach nur Fragen stellen möchte, kann sich schon jetzt per E-Mail beim Orga-Team der Challenge melden.
Für alle, die tatsächlich selbst zum Spaten greifen, hält die Klima-Werkstatt auch handfeste fachliche Hinweise bereit. Dazu gehören Empfehlungen für klimaresiliente Apfel- und Birnensorten, die zum Standort Andernach passen, sowie ein ausführliches Merkblatt zur richtigen Pflanzung. Die Grube sollte demnach mindestens doppelt so breit wie der Wurzelballen sein, Ober- und Unterboden werden getrennt gelagert und später wieder in der richtigen Reihenfolge eingefüllt. Wichtig ist außerdem, den Stützpfahl vor dem Baum zu setzen – nachträglich eingeschlagen, könnte er den Wurzelballen verletzen.
Auch beim Gießen gibt es klare Empfehlungen: Direkt nach der Pflanzung sollte kräftig angegossen werden, je nach Baumgröße mit 30 bis 50 Litern. In den ersten Wochen gilt die Regel: lieber seltener, dafür durchdringend wässern, etwa alle fünf bis sieben Tage mit 20 bis 30 Litern. Wer im Herbst pflanzt – die beste Zeit dafür liegt zwischen Mitte Oktober und Ende November – profitiert vom noch warmen Boden, in dem der Baum vor dem Austrieb im Frühjahr gut anwurzeln kann.
Dass die Idee auf fruchtbaren Boden fällt, zeigt sich auch außerhalb der Kernstadt. Auf Andernach-Kell, dem Portal für den Stadtteil Kell, heißt es, dass selbst in einem Ort mit viel Grün und vielen Gärten immer noch Platz für einen weiteren Obstbaum sei – sei es im eigenen Garten oder in unmittelbarer Nähe des eigenen Zuhauses. Genau diese Mischung aus großem Stadtprojekt und kleinem, persönlichem Beitrag macht die Challenge so greifbar.
Wer mehr wissen will, findet auf der Webseite der Klima-Werkstatt Andernach weiterführende Informationen sowie Anmelde- und Rückmeldebögen zur Challenge. Dort wird laut Klima-Werkstatt auch laufend über den aktuellen Stand der Aktion berichtet.
Vielleicht ist das der schönste Gedanke an der ganzen Sache: Ein Obstbaum, den du heute pflanzt, trägt erst in ein paar Jahren seine ersten Früchte. Man pflanzt also nicht nur für sich selbst, sondern für die Nachbarschaft von morgen, für den Schatten, den irgendwann jemand anderes genießt, für ein Andernach, das ein bisschen grüner wird, Jahr für Jahr. Wer weiß – vielleicht steht ja bald auch bei dir um die Ecke ein neuer Apfelbaum.






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