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A61 bei Rheinböllen: Feuerwehr musste eineinhalb Kilometer zu Fuß zum Unfallort

Unfall auf der A61 bei Rheinböllen: Ein medizinischer Notfall sorgte für Stau, die Feuerwehr lief eineinhalb Kilometer zu Fuß zur Unfallstelle, wie der SWR…

Redaktion
·
31. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Tagen

Medizinischer Notfall führt zu Mehrfachunfall in Baustelle

Wer am Mittwochnachmittag auf der A61 zwischen Stromberg und Rheinböllen unterwegs war, hat vermutlich lange gestanden. Wie der SWR berichtet, hatte ein 70-jähriger Autofahrer laut Polizei einen medizinischen Notfall und prallte gegen zwei vor ihm fahrende Autos sowie die Mittelleitplanke. Erst nach einigen hundert Metern kam das Fahrzeug auf der linken Spur zum Stehen. Der Unfall ereignete sich ausgerechnet in einer langen Baustelle mit zwei relativ schmalen Fahrspuren im Hunsrück.

Genau das wurde zum Problem. Hinter der Unfallstelle staute sich der Verkehr sofort, und durch die enge Baustelle kamen die Rettungskräfte kaum durch.

Feuerwehr lief eineinhalb Kilometer zu Fuß

Nach Angaben der Feuerwehren der VG Langenlonsheim-Stromberg, die der SWR zitiert, musste die Feuerwehr ihr großes Fahrzeug am Stauende stehen lassen, weil kein Durchkommen war. Stefan Bussmann von der Freiwilligen Feuerwehr Langenlonsheim sagte laut SWR, man sei froh gewesen, dass der Rettungsdienst mit einem kleineren Auto bereits vor Ort gewesen sei. Die Kollegen der Feuerwehr Stromberg entschieden sich demnach, die Strecke zu Fuß zurückzulegen – rund eineinhalb Kilometer.

Einen Vorwurf an Auto- und Lkw-Fahrer im Stau erhebt der Feuerwehrmann laut SWR-Bericht ausdrücklich nicht. An dieser Stelle habe es schlicht keine Möglichkeit gegeben, eine Rettungsgasse zu bilden. Man hätte zwar die Baustellenabsperrungen zur Seite räumen können, das hätte aber zu viel Zeit und Personal gebunden. Die Entscheidung, loszulaufen, sei genau richtig gewesen, so die Einschätzung aus der Feuerwehr.

Hubschrauber landete auf der Autobahn

Bis die Unfallstelle vollständig geräumt war, blieb die A61 Richtung Koblenz nach SWR-Angaben am späten Mittwochnachmittag fast zwei Stunden komplett gesperrt. Auch die Gegenfahrbahn musste für rund 45 Minuten gesperrt werden – dort landete ein Rettungshubschrauber, der den 70-Jährigen zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus brachte. Die Fahrer der anderen beteiligten Autos blieben laut Polizeiangaben unverletzt.

Der Fall zeigt, wie schnell enge Baustellenabschnitte auf der Autobahn zum echten Hindernis für Rettungskräfte werden können. Wer selbst öfter durch Baustellen auf der A61 fährt, weiß: Platz für eine Rettungsgasse ist dort oft einfach nicht vorhanden. Ein Grund mehr, frühzeitig Abstand zu halten und aufmerksam zu bleiben, sobald sich der Verkehr verlangsamt.

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