
Die neue Kita Schatzkiste im Koblenzer Quartier Goldgrube bietet 180 Betreuungsplätze für Rauental, Goldgrube und Moselweiß – Fertigstellung 2026.
Wer in den letzten Monaten durch die Goldgrube gelaufen ist, hat sie wachsen sehen: die neue Kindertagesstätte, die bald unter dem Namen Schatzkiste ihre Türen öffnet. Kein kleines Projekt, sondern eine Einrichtung, die Familien aus gleich drei Stadtteilen entlasten soll. Laut Stadt Koblenz entsteht der Neubau gemeinsam mit der benachbarten Pestalozzi-Grundschule samt Mensa und Sporthalle — im Rahmen einer größeren Siedlungsentwicklung im Quartier Goldgrube.
Die Zahlen sprechen für sich: 180 Betreuungsplätze, aufgeteilt auf acht Gruppen, für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Ende der Grundschulzeit. Das zeigt das Elternportal der Stadt Koblenz, über das Eltern schon jetzt eine Voranmeldung für ihr Kind einreichen können. Als Kitastart ist aktuell der September vorgesehen, der Neubau selbst soll laut Stadt Koblenz im Jahr 2026 fertiggestellt sein.
Die Antwort liegt auf der Hand, wenn man sich den Bedarf anschaut. Die Stadt Koblenz nennt es direkt beim Namen: Die neue Einrichtung soll die Bedarfe der Stadtteile Rauental, Goldgrube und Moselweiß decken. Drei Stadtteile, ein Haus — das zeigt, wie stark die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in diesem Teil der Stadt gewachsen ist.
Die Kita selbst liegt mitten im Stadtteil Goldgrube, direkt an der Pestalozzi-Grundschule, wie das Elternportal beschreibt. Keine Insellage am Stadtrand also, sondern ein Standort, der Familien kurze Wege verspricht — zur Schule, zur Kita, zurück nach Hause.
Der Neubau ist zweigeschossig und nach Angaben der Stadt Koblenz als Hybridbau geplant: tragende Decken und Innenwände aus massiven Materialien, die Außenwände in modernem Holzrahmenbau. Dazu kommen ein Gründach, das Regenwasser zurückhält und das Mikroklima verbessern soll, sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Planung orientiert sich am Passivhausstandard — ein Gebäude also, das nicht nur Platz für Kinder schafft, sondern auch auf Energieeffizienz setzt.
Auch architektonisch gibt es ein paar Details, die auffallen. Der Zugang erfolgt über den eingeschossigen Gebäudeteil mit Mehrzweckraum, dahinter öffnet sich eine lichtdurchflutete, zweigeschossige Halle mit großzügiger Treppe ins Obergeschoss. Dieser Bereich lässt sich laut Stadt Koblenz vom angrenzenden Spielbereich abtrennen — so kann er auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten für Veranstaltungen genutzt werden. Die Gruppenräume in beiden Geschossen haben jeweils direkten Zugang zu den Außenanlagen.
Wie das Elternportal der Stadt Koblenz beschreibt, folgt die pädagogische Konzeption zwei unterschiedlichen Ansätzen, je nach Altersgruppe. Im U3-Bereich, für die Kinder zwischen einem und drei Jahren, setzt die Kita auf ein teiloffenes Konzept mit festen Gruppenräumen, eigenen sanitären Anlagen und Schlafraum. Gegessen wird dort im lichtdurchfluteten Bistro im Obergeschoss.
Im Ü3-Bereich für die Drei- bis Sechsjährigen wird es offener: Statt klassischer Gruppenräume gibt es Funktionsräume wie Atelier, Bauraum, Forscherraum und Rollenspielraum. Jeder dieser Räume hat laut Elternportal einen angrenzenden Nebenraum, der den Kindern trotz des offenen Konzepts als Rückzugsort und Stammgruppe dient. Ergänzt wird das Angebot um einen Mehrzweckraum im Erdgeschoss, der auch als Turnhalle genutzt wird, sowie um eine Frischküche, in der das Mittagessen vor Ort zubereitet wird.
Für die Hortkinder, die bereits die Grundschule besuchen, stehen ein eigener Gruppenraum, ein Ruheraum und ein Hausaufgabenraum im Obergeschoss bereit. Die Öffnungszeiten der Kita reichen laut Elternportal von 7 bis 16:30 Uhr, wobei sich die genaue Betreuungszeit nach dem gebuchten Platz richtet — Teilzeit bis 14 Uhr, Ganztag bis 15 Uhr, Hort bis 16:30 Uhr.
Auch beim Außengelände wurde mitgedacht: Es teilt sich in einen U3- und einen Ü3-Bereich, die sich bei Bedarf miteinander verbinden lassen. Eine Bahn für Rutschfahrzeuge rund um einen großen Baum, ein Kleinspielfeld sowie verschiedene Schaukel-, Kletter- und Rutschmöglichkeiten sind laut Elternportal geplant. Wer allerdings gleich zum Kitastart einen fertigen Garten erwartet, muss sich gedulden — das Außengelände wird erst im laufenden Betrieb fertiggestellt.
Dass dieses Projekt für die Stadt Koblenz mehr ist als nur ein weiteres Bauvorhaben, zeigte sich bereits beim Richtfest am 28. Oktober 2024. Oberbürgermeister David Langner war dabei, ebenso Architekt Tom Naujack, der Leiter des Zentralen Gebäudemanagements Josef Heinen, Projektleiter Oliver Mohr und der Leiter des Jugendamtes Peer Pabst. Langner betonte laut Stadt Koblenz, man schaffe mit der Kita Goldgrube nicht nur dringend benötigte Betreuungsplätze, sondern setze auch ein Zeichen für nachhaltiges Bauen. Architekt Naujack hob die Hybridbauweise hervor, die die Vorzüge von Holz- und Massivbau verbinde.
Nach dem traditionellen Richtspruch durch Zimmerermeister André Bast ging es für das Projekt in die nächste Phase: den Innenausbau. Das Gesamtbudget liegt laut Stadt Koblenz bei etwa 11 Millionen Euro, das Land Rheinland-Pfalz fördert den Bau mit mehr als 1,5 Millionen Euro.
180 Plätze klingen erstmal nach einer Zahl auf dem Papier. Für Familien in Rauental, Goldgrube und Moselweiß bedeutet das aber ganz konkret: mehr Chancen auf einen Betreuungsplatz in der Nähe, kurze Wege zur Schule nebenan, ein Haus, das von Anfang an auf Nachhaltigkeit und moderne Pädagogik setzt. Wer sein Kind anmelden möchte, kann das schon jetzt über das Elternportal der Stadt Koblenz als Voranmeldung tun.
Vielleicht ist es genau das, was eine Stadt wie Koblenz ausmacht — dass sie nicht nur über den Bedarf spricht, sondern ihn baut. Mit Gründach, Holzfassade und einem Garten, der noch wachsen darf.






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